Das gemeinsame Projekt kann starten: Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (l.) und TSV-Vorsitzender Stefan Führer bei der Unterzeichnung des Bauherrenvertrags für die neue Turnhalle in Neuhaus. Foto: Gemeinde Schliersee
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Das gemeinsame Projekt kann starten: Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (l.) und TSV-Vorsitzender Stefan Führer bei der Unterzeichnung des Bauherrenvertrags für die neue Turnhalle in Neuhaus.

Die Kooperation ist besiegelt

Nächster Schritt zur neuen Turnhalle: Gemeinde und TSV Schliersee schließen Bauherrenvertrag

  • Dieter Dorby
    vonDieter Dorby
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Die Gemeinde und der TSV Schliersee haben einen weiteren Schritt in Richtung neuer Turnhalle gemacht. Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer und TSV-Vorsitzender Stefan Führer unterzeichneten den Bauherrenvertrag für das gemeinsame Projekt. Darin wird das gleichberechtigte Zusammenspiel zwischen Schule und Breitensport definiert.

Schliersee – „Wir werden alle Entscheidungen zusammen treffen“, erklärt Schnitzenbaumer. Handelnde Personen sind bei der Gemeinde als Sachaufwandsträger der Schule der Bürgermeister und Geschäftsleiter Jörn Alkofer. Den TSV vertreten Führer und Wolfgang Schauer.

Derzeit wird die Planung für das geschätzt 7,5 Millionen Euro teure Projekt aktualisiert. „Die Baugenehmigung ist fast fünf Jahre alt, und der Plan basiert auf dem Entwurf von vor rund zehn Jahren“, sagt Schnitzenbaumer. „Da hat sich in der Zwischenzeit bei den Vorschriften natürlich etwas getan.“

Aktualisierungen erfordern eine dritte Vertragsfassung

So muss vor allem die aktuelle Fassung der Energie-Einsparungsverordnung berücksichtigt werden. Zudem ist eine Belüftungsanlage nötig, die wiederum in einem eigenen Raum untergebracht werden muss. Auch bei den sogenannten Prellwänden, die verhindern sollen, dass sich Sportler beim Aufprall gegen die Seitenwände schwer verletzen, muss der gegenwärtige Stand der Technik angewandt werden. Zudem ist die Zweifach-Halle so zu konzipieren, dass das Raumklima auch bei sommerlicher Hitze fürs Sporttreiben noch erträglich ist.

Für die Sportler ist es das Ende einer vier Jahrzehnte dauernden Standortsuche. Im Jahr 2004 wurde der erste Bauherrenvertrag für den Standort Schliersee geschlossen, der 2011 im Zuge des Bürgerentscheids auf den neuen Schulstandort Neuhaus geändert wurde. Nun war eine dritte aktualisierte Fassung nötig.

Förderanträge noch im Dezember

Im nächsten Schritt werden die Förderanträge gestellt – die Gemeinde bei der Regierung, der TSV beim Bayerischen Landessportverband. Für den TSV geht es um 900 000 Euro Zuschuss und ein günstiges Darlehen, doch dafür müssen 290 000 Euro als Eigenanteil eingebracht werden. 280 000 Euro habe man schon, berichtet Führer. Beim Rest hoffe man auf das eingerichtete Spendenkonto.

Eine sportliche Heimat für alle Vereine

Es ist ein Projekt für den gesamten Sport am Ort – und wie der TSV-Vorsitzende betont, eine Halle für alle: „Der TSV steigt als größter Verein ins Verfahren ein, aber profitieren sollen von der Turnhalle alle Sportvereine.“ Ziel sei es, die derzeit in Miesbach und Hausham untergebrachten Gruppen wieder zurück nach Schliersee zu holen.

Der Zeitplan sieht vor, dass spätestens im Oktober Baubeginn ist. „Da sind aber drei Monate Puffer drin“, erklärt der Rathauschef. „Idealerweise finden in den Sommerferien neben der Schule die Tiefbauarbeiten für die neue Halle statt.“ Im Dezember soll das Dach drauf sein, damit über die Wintermonate der Innenausbau erfolgen kann.

(ddy)

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