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Latent überfordert: (v.l.) Slyrs-Miteigentümer Anton Stetter, Geschäftsführer Hans Kemenater, Schliersees Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer und Standortleiter Matthias Pill üben schon mal für ihren Einsatz im Service der Caffee & Lunchery in Neuhaus am kommenden Samstag.

Sogar der Senior (83) muss als Spüler ran

Für den guten Zweck: Slyrs-Chefs packen im Service an

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Sind die Chefs die besseren Servicekräfte? Diese launige Wette findet am Samstag, 20. Juli, bei Slyrs in Neuhaus statt. Das Beste daran: Der Erlös geht an einen guten Zweck.

Neuhaus – Hätte er den Mund mal nicht so voll genommen. Als seine Mitarbeiter in der Slyrs Caffee & Lunchery in Neuhaus über die stressige Arbeit klagten, ließ sich Anton Stetter zu einer steilen These hinreißen. „Das bisschen Service bring ich auch noch hin.“ Die Kollegen nahmen Stetter beim Wort – und verpflichteten ihn im Rahmen einer Wette prompt zu einem Tag als Kellner in der Gastronomie der Whisky-Destillerie. Die gesamten Tageseinnahmen fließen am Samstag, 20. Juli, an die Aktion „Leser helfen Lesern“ des Miesbacher Merkur. Das launige Motto: „Schlechter Service für einen guten Zweck.“

Ein bisschen mulmig sei ihm dann schon geworden, räumt Stetter schmunzelnd ein. Also schaute er sich nach Verstärkung um. Fündig wurde er bei seinem Geschäftsführer Hans Kemenater, Standortleiter Matthias Pill und Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer. Letzterer bringe bereits Erfahrung mit, erzählt Stetter und lacht: „Er wird in seinem Gästehaus neuerdings öfters für den Frühstücksdienst eingeteilt.“ Mit Stetters Vater Sigi (83) ist auch der Seniorchef mit am Start – als Spüler.

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Am Samstag, 20. Juli, kümmern sich die fünf Herren nun um das Wohl der Gäste in der Slyrs Caffee & Lunchery. Von 9 bis 17 Uhr arbeiten die drei „Chefs“ die Bestellungen an den Tischen ab. Zu viel erwarten sollte man sich dabei aber nicht, meint Stetter. Der sonst so selbstbewusste Whisky-Experte stapelt tief. „Wir sind stets bemüht“, schickt er der Aktion voraus. Wenn die Leute einigermaßen zufrieden sind, wäre das schon ein Erfolg. Um eine Schonbehandlung bittet Stetter die Gäste aber nicht. „Sie dürfen uns schon gscheit schwitzen lassen.“

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Alles andere würde schließlich auch den Ausgang der Wette zwischen Chef und Mitarbeitern beeinflussen. Über den Einsatz schweigt sich Stetter übrigens aus: „Das bleibt unser Geheimnis.“  

sg

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