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Sucht eine neue Aufgabe: Chris Lehmann hat die Neuhauser Stuben nach dreieinhalb Jahren als Wirt verlassen.

Traditionsrestaurant steht wieder leer

Neuhauser Stuben: Darum hat Pächter Chris Lehmann das Handtuch geworfen

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Einen Tag nach Aschermittwoch haben die Neuhauser Stuben geschlossen. Aber warum? Wir haben den ehemaligen Pächter Chris Lehmann zu den Gründen befragt. 

Neuhaus – Passend zum Beginn der Fastenzeit blieb die Küche in den Neuhauser Stuben kalt. Seit dem Kehraus am Aschermittwoch ist das Restaurant geschlossen. Pächter Chris Lehmann hat nach dreieinhalb Jahren die Schürze an den Nagel gehängt. Die Stammgäste, darunter auch viele Einheimische, rätseln, wie es weitergeht. Doch ob auch die „Fastenzeit“ im „Sachs“ an Ostern endet, ist offen.

Im Schlierseer Rathaus hat jedenfalls niemand eine neue Konzession beantragt, teilt Geschäftsleiter Jörn Alkofer mit. Auch dem ehemaligen Pächter, Chris Lehmann, ist kein Nachfolger bekannt. Die Frage nach den Gründen der Schließung seines Lokals kann er jedoch schon beantworten. „Es hat sich wirtschaftlich leider nicht mehr getragen“, sagt Lehmann.

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Bei den Einheimischen sind die Neuhauser Stuben meist noch unter dem schillernden Namen „Sachs“ bekannt. 2013 wurde das Gebäude umfangreich renoviert, im September 2015 erhielt es dann auch kulinarisch einen neuen Anstrich. Mit „bodenständiger, bayerisch-mediterraner Küche“ wollte Lehmann Einheimische und Urlauber gleichermaßen verwöhnen.

Das Rezept ging auf. „Es ist gut gelaufen“, sagt der ehemalige Wirt. Die Bewertungen beim einschlägigen Tripadvisor geben ihm recht. 4,5 von fünf Sternen bei 137 Bewertungen: Lehmanns Gästen schien es zu schmecken. Dass sie nun trotzdem nicht mehr bei ihm einkehren können, hat mehrere Gründe.

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Zum einen sind da die hohen Ansprüche des Chefs. „Ich wollte immer höchste Qualität anbieten“, sagt Lehmann, der im Hotel Vier Jahreszeichen in München ausgebildet wurde und vor seiner Zeit als Wirt sechs Jahre Küchenchef im Hotel Alpenhof in Bayrischzell war. Ohne ausreichend Personal sei es aber immer schwieriger geworden, dieses Niveau zu halten oder gar zu verbessern.

Vor allem als Neueinsteiger, ohne einen großen Namen, eine in der Gastronomie fest verwurzelte Familie oder gar eine Firma im Rücken, tue man sich schwer, ein Restaurant mit Platz für 60 Gäste und Bistro zu betreiben. Durch die Lage abseits des Sees und der Wanderwege habe sich das Geschäft auf die Abende konzentriert, berichtet Lehmann. Auch Veranstaltungen wie Hochzeiten seien ein wichtiges Standbein gewesen. Aber eben auch nicht genug für eine stabile Zukunft.

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Lehmann selbst will der Gastronomie treu bleiben. Ob er sich noch mal ein eigenes Lokal antut, weiß er noch nicht. „Wenn dann ein kleines, das man zu zweit oder dritt betreiben kann“, sagt er. Erst mal gönnt er sich aber eine kleine Auszeit. Gastro-Fasten, gewissermaßen.

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