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Nici Kutter muss mit seiner Mama Solveig zur Kontrolle immer wieder ins Haunersche Kinderspital in München.

Schlierseer gilt dank Behandlung als geheilt

Nici im TV: Warum ist Krebs-Therapie hier nicht zugelassen?

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Schliersee - Seit über einem Jahr begleiten wir Nici Kutter (17) aus Schliersee. Dank einer neuartigen Behandlung gilt er heute als vom Krebs geheilt. Ein TV-Beitrag zeigt jetzt: Diese Therapie muss endlich jedem offen stehen.

Selten hat ein Schicksal so viele Menschen berührt: Ende 2014 wird bei Nicolas Kutter zum wiederholten Mal Krebs diagnostiziert. Keine Behandlung schlägt an, er gilt als "austherapiert" - das heißt, die Ärzte wissen sich nicht mehr zu helfen. Nur eine Chance hat der Schlierseer damals noch: eine neuartige Therapie, die in den USA im Rahmen einer Studie angewandt wird. Dabei werden dem Erkrankten Zellen entnommen, genetisch aufbereitet und wieder gespritzt. Diese Zellen bekämpfen dann die Krebszellen. Die Erfolgsrate ist sehr hoch. Um das Ganze finanzieren zu können, startet die Familie mit Freunden, Bekannten und Schulkameraden eine Spendenaktion - und sammelt innerhalb kürzester Zeit über 400.000 Euro. Dem Flug nach Seattle steht nichts mehr im Wege. Und der Genesung auch nicht - trotz schlimmer Nebenwirkungen.

Heute gilt Nici durch die Therapie tatsächlich als geheilt. Jetzt hat seine Mutter Solveig Kutter einen großen Wunsch, wie sie in einem Beitrag für das ARD-Nachtmagazin sagt: "Es wäre so schön, wenn das so bald wie möglich in Deutschland möglich wäre." Die Behandlung wird nämlich derzeit nur in den USA angewandt. In Deutschland ist sie noch nicht genehmigt. Und das kann laut ARD-Recherchen auch noch Jahre dauern. 

Leukämie. Eine Krankheit, die die Blutzellen verändert und in ganz unterschiedlichen Formen auftritt. Kinder, Alte - alle können krank werden. Forscher in Deutschland haben eine Therapie entwickelt, die Patienten und Familien neue Hoffnung gibt.

Posted by tagesschau on Samstag, 19. März 2016

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