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Anbau-Arbeiten im Gange: Auf dieser Seite des Heimatmuseums entsteht der neue Kindergarten.

Jetzt muss eine Notlösung her

Schlierseer Kindergarten wird nicht rechtzeitig fertig

Das war absehbar: Der neue Kindergarten im Anbau an das Schlierseer Heimatmuseum wird wohl kaum im September in Betrieb gehen können. Wie die Gemeinde das Problem jetzt lösen will.

Schliersee Im Gemeinderat forderte CSU-Fraktionssprecher Florian Zeindl deshalb: „Wir sollten uns in der nächsten Sitzung über Vorschläge unterhalten.“ Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU) sagte dies zu. Auf Nachfrage gibt er allerdings bekannt, dass das alte Schulhaus in Schliersee als Alternative „eher nicht“ in Frage komme. Zuletzt hatte der Bürgermeister diese Übergangslösung ins Spiel gebracht. Inzwischen gingen die Überlegegungen in „zwei, drei andere Richtungen“. Details? Erst im Gemeinderat am 23. Mai.

Termingerecht soll derweil die Sanierung der alten Turnhalle fertiggestellt werden. Bekanntlich soll sie als Mehrzweckraum für den neuen Kindergarten dienen. Architekt Johannes Wegmann stellte die Pläne vor. Demzufolge soll es zusätzlich zur kleinen, vorhandenen WC-Anlage eine etwas größere neue geben. Neue Fenster wird es ebenso geben wie eine neue Deckenheizung. Ferner wird der Boden abgeschliffen, und allgemein wird die Optik aufgehübscht.

Einen detaillierten Bauzeitenplan möchte Wegmann in gut einem Monat vorlegen. Die Sportler müssen sich derweil darauf einstellen, dass sie im Juli und August die Halle nicht nutzen können. Einen weiteren, kleinen Wermutstropfen müssen die Aktiven verkraften. Die Duschen sind im Sanierungsplan nicht enthalten. Aktuell befinden sie sich noch im alten Schulhaus, mit der Halle über einen unterirdischen Gang verbunden. Sollte das Schulhaus abgerissen werden, könnte im Hallenkeller Ersatz geschaffen werden.

Eine Änderung hat sich auch beim Anbau ans Heimatmuseum ergeben. Der Mehrzweckraum für die Vereine wandert vom Keller ins Obergeschoss. Architekt Johannes Wegmann begründete dies im Gemeinderat unter anderem mit der Akustik, etwa mit den Anforderungen der Blaskapelle. Anstatt einen zu niedrigen Proberaum ohne Tageslicht mit Maßnahmen zur akustischen Verbesserungen auszustatten also lieber zwei Stockwerke nach oben. Das habe auch den Vorteil, dass im Keller neben einem reduzierten Proberaum mehr Platz ist für Vereinsraum, Archiv – zum Beispiel auch das des Bauerntheaters – sowie Lagerraum des Kindergartens.

Derweil musste Schnitzenbaumer auf Anfrage von Gerhard Waas (Grüne) klarstellen, dass das Obergeschoss im Anbau zunächst einmal dem Museum vorbehalten ist, etwa für temporäre Sonderausstellungen. „Das ist kein exklusiver Raum für die Blasmusik“, stellte Schnitzenbaumer nochmal klar.  

dak

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