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Erfährt eine erhebliche Aufwertung: Die Obere Firstalm im Spitzinggebiet wird nächstes Jahr umgebaut. Es entstehen Mehrbettzimmer mit eigenen Bädern.

Obere Firstalm

Schöner Schlafen unterhalb der Brecherspitz

Sie gehört zu den bekanntesten Hütten im Spitzingseegebiet. Doch das allein genügt nicht, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein. Die Inhaber rüsten auf.

Schliersee – Geplant ist nicht weniger als ein kleiner Quantensprung. Aktuell stehen in der Oberen Firstalm bis zu 82 Betten zur Verfügung, rund die Hälfte davon in zwei Schlafsälen. Einfache Übernachtungsmöglichkeiten, wie sie jahrzehntelang für recht weit oben gelegene Hütten typisch waren. Doch die Bedürfnisse der Gäste haben sich, geändert und dem tragen die Eigentümer Rechnung. 2018 wird mächtig in die Qualität investiert.

Auf der Homepage ist der Aufstieg in eine höhere Übernachtungsliga schon zu lesen. Ab September 2018 steigt der Übernachtungspreis von 34,50 auf 49 Euro. Dafür haben die Gäste in jedem Zimmer ein eigenes Bad. Aktuell gibt es nur Etagen-Duschen und -WCs. „Unser Anspruch ist, das Haus zukunftsfähig zu machen“, sagt Marcus Votteler. Die ersten Änderungen sind längst sichtbar. Aktuell werden in ein vormaliges Lagergebäude sechs Wohnungen für Personal eingebaut. Die Arbeiten hatte der Schlierseer Bauausschuss im März befürwortet, sind sind laut Votteler so gut wie abgeschlossen.

Jetzt stand der Umbau im Hauptgebäude auf der Tagesordnung. Die bestehenden Personalräume sollen ein Seminarraum werden. Einen solchen gibt es zwar jetzt schon, aber der neue soll Votteler zufolge auch professionellen Ansprüchen genügen. Die Schlafsäle im Dachgeschoss weichen Mehrbettzimmern, im Obergeschoss werden Bäder eingebaut. Die Zahl der Betten sinkt damit auf 46, verteilt auf neun Doppelzimmer, vier Vier- und zwei Sechsbettzimmer.

Der Bauausschuss befürwortete den Umbau ohne Diskussion. Den Worten von Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer zufolge hatte sich das Gremium ehedem die Lage schon vor Ort angeschaut, als noch von einem Abriss und Neubau die Rede war. Jetzt eben Sanierung und Modernisierung. „Das kann man nur positiv begleiten“, meinte Schnitzenbaumer.

Mit ihrer Ausrichtung bedient die Obere Firstalm – sie liegt auf 1370 Metern Höhe – schon jetzt und künftig noch mehr in gewisser Weise ein anderes Segment als zum Beispiel die ebenfalls namhaften DAV-Häuser Rotwandhaus (1740 Meter) und Albert-Link-Hütte (1050 Meter). Beide erfuhren in den vergangenen Jahren ebenfalls größere Investitionen, hielten aber an einem einfacheren Standard und günstigeren Preisen fest. Bekanntlich schielt inzwischen auch der Alpenverein in seinen Häusern auf einen gewissen Komfort.

Der Umbau der Oberen Firstalm wird Votteler zufolge zwischen Mitte April und Anfang Mai beginnen. Die neuen Preise gelten laut Homepage dann ab September.

dak

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