Waffenhändler vom Münchner Amoklauf zu sieben Jahren Haft verurteilt

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Steht immer noch, aber wohl nicht mehr lange: die Alpenrose in Schliersee. Eigentümer Erich Meidert hat sich inzwischen von seinen Sanierungs- und Anbauplänen verabschiedet und will einen „kleinen und schöneren Neubau“ errichten. Die Gemeinde will derweil die Parkplätze an der Bahnhofstraße sichern. Die Zufahrt zum Neubau soll hinter dem Café Jennerwein (l.) vorbeiführen.

Ortsmitte Schliersee

Neue Pläne für die Alpenrose

Schliersee - Lange ist nichts passiert bei der Alpenrose in Schliersee – außer dass das Spielcasino aus- und wieder einzog. Mancher glaubte schon, dass das Haus abermals verkauft wurde. Dem ist nicht so.

Der letzte Schandfleck im Schlierseer Bahnhofsumfeld könnte noch heuer ausgemerzt werden. Der Baldhamer Erich Meidert, bekannt als Funktionär und Anhänger des TSV 1860 München, ist wild entschlossen, heuer die Bagger in die Ortsmitte zu schicken. Kurzfristig hat er die Pläne aber umgeschmissen. Nicht eine Sanierung und Erweiterung soll es nun sein, sondern ein Neubau. Nach Möglichkeit schon in der nächsten Bauausschuss-Sitzung sollen die Pläne behandelt werden.

Für den Bauherrn ist es eine schwierige Geburt. Die ersten Pläne für ein kleineres Wohngebäude lehnte der Bauausschuss ab, also holte Meidert den 2008 genehmigten Plan für eine Sanierung und Erweiterung aus der Schublade und modifizierte sie – unter anderem dahingehend, dass er kein Gewerbe im Erdgeschoss vorsah. Im Ortszentrum gefällt so etwas den Gemeinderäten gar nicht, und – ohne zu müssen – lenkte Meidert ein. Die Pläne gingen vor einem Jahr ans Landratsamt, und für den Bauwerber begann die Zeit des Wartens. Zwischenzeitlich war der Baldhamer richtiggehend sauer auf die Kreisbehörde, weil seinem Eindruck nach nichts vorwärts ging. Erst im Dezember kam die Genehmigung. Kurzerhand versorgte er den Spielcasino-Betreiber mit einem neuen Vertrag, der bis Ende April läuft. Dann soll es aber endlich losgehen. „Der Kontakt mit dem Landratsamt ist jetzt sehr gut“, sagt Meidert, der bezüglich seines Verdrusses im vergangenen Jahr nicht nachtreten möchte. Er ist sicher, dass heuer schnell eine Genehmigung kommt.

Der Sinneswandel von der Sanierung hin zu Neubau ist praktikablen Gründen geschuldet. „Die Pläne waren so nicht oder nur mit einem unabsehbaren Millionenaufwand durchführbar“, sagt Meidert, der vermutet, dass die Grundmauern nach einer Entkernung eingestürzt wären. Das Landratsamt habe ihn in seinen Neubauplänen bestärkt, sagt er.

Entstehen soll ein Wohn- und Geschäftshaus, „kleiner und schöner als jetzt“, so Meidert. An der Ostseite, zur Werner-Bochmann-Straße hin, solle sich der Abstand zu benachbarten Gebäude auf fünf Meter vergrößern. Aktuell beträgt er gerade einmal einen Meter. Meidert bekräftigt, sich an alle Vorgaben der Schlierseer Gestaltungssatzung zu halten. Lediglich bei der Dachneigung ergebe sich eine Abweichung. Diesbezüglich gebe es aber einen Bezugsfall in der Nachbarschaft.

Endlich alles eitel Sonnenschein also? Noch nicht ganz. Denn die Gemeinde will die Parkplätze an der Bahnhofstraße als solche widmen. Wie Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU) auf Anfrage sagt, sehen Meiderts Pläne eine Teilzufahrt auf der Stellplatzfläche vor. Vorgesehen ist aber, dass die Zufahrt zur geplanten Tiefgarage hinter dem Café Jennerwein vorbeiführt. Über diesen Punkt gab es ein Gespräch am Landratsamt, und die Gemeinde lässt nun prüfen, ob die Widmung der jetzt noch öffentlichen Verkehrsfläche als Parkplätze – „zur Klarstellung“ (Schnitzenbaumer) – juristisch möglich ist oder ob damit ein Anwohner in seinem Recht beschnitten wird. Je nach Ergebnis der Prüfung soll der Gemeinderat sich in seiner Sitzung am Dienstag, 19. Januar, mit dem Thema befassen.

Daniel Krehl

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