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Um den künstlich angelegten Teich gruppieren sich vier Naturhäuser, ein Gesundhaus (r.), das große Gästehaus und das etwas kleinere Biohotel in Schliersee.
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Stattliches Ensemble: Um den künstlich angelegten Teich gruppieren sich vier Naturhäuser, ein Gesundhaus (r.), das große Gästehaus und das etwas kleinere Biohotel. Mit der Planung als Grundlage für den Durchführungsvertrag hat sich der Gemeinderat nun einverstanden erklärt.

Großprojekt an der Stolzenbergstraße

Vitalresort in Schliersee: Gemeinderat und Investor kommen sich näher

Der Weg zum Bau des Vitalresorts an der Stolzenbergstraße in Neuhaus ist weit. Nun gab’s immerhin deutliche Zustimmung für das Hotel-Großprojekt.

Schliersee – Rechtlich bindend ist bislang noch nichts. Aber nach diversen Neins – primär wegen der Größe – scheinen sich Gemeinderat und Investor des Projekts Vitalresort (ehemals Gesundhaus) näher zu kommen. Wie es jetzt im Gemeinderat hieß, sei der Entwurf des Durchführungsvertrags unterwegs. Die Anwälte der Gemeinde hatten sich damit durchaus Zeit gelassen. Erst wenn dieses Papier unterschrieben ist, kommt der zugehörige Bebauungsplan zur Billigung wieder in den Gemeinderat, womit das Verfahren, an dessen Ende irgendwann die Baugenehmigung stehen soll, richtig startet. Wenn es schnell geht, geht es noch im Dezember weiter. Jetzt hat das Gremium die aktuelle Planung als Grundlage für den Durchführungsvertrag, in dem sich der Vorhabensträger zum Bau verpflichtet, gegen die Stimmen von Wolfgang Mundel und Florian Reinthaler (beide CSU) zur Kenntnis genommen. Weiterhin, so heißt es auch in den Beschlussunterlagen, fehlt noch eine „verbindliche Aussage hinsichtlich eines künftigen Betreibers“.

Apropos Beschlussunterlagen: Das Rathaus hatte den Gemeinderäten das volle Paket mit Gutachten zu Artenschutz, Verkehrs, Schallschutz und weiterem mehr übermittelt, gut 250 Seiten insgesamt. Wie berichtet sollen auf dem gut 12 000 Quadratmeter großen Grundstück, das der Gemeinderat jahrzehntelang gegen alle Wohnbau-Avancen verteidigt hat, ein Ensemble aus insgesamt acht Gebäuden entstehen: Gästehaus (45 Zimmer), Biohotel (42 Zimmer), vier Naturhäuser (je zwei Ferienwohnungen), Gesundhaus mit Praxen und einer Wohnung sowie Mitarbeiterwohnhaus. 59 der insgesamt 88 Parkplätze sollen in einer Tiefgarage verschwinden.

In der aktuellen Sitzung ging es um drei Einzelfragen. Zum einen um die Dachneigung von 28 Grad und die Ausführung der Schleppgauben in Blech am Biohotel. Beidem stimmte der Gemeinderat gegen zwei beziehungsweise drei Gegenstimmen zu. Knapper war es beim trapezförmigen Grundriss der Naturhäuser, die sich um einen neu anzulegenden Teich gruppieren. Hier erfolgte das Okay mit 12:8 nur knapp.

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Mundel erkundigte sich noch nach der Verkehrsbelastung und sorgte sich in diesem Zusammenhang speziell um Aufsummierungseffekte wegen des geplanten Supermarkts an der Josefsthaler Straße. Wie Bebauungsplan-Architekt Christoph Rickert versicherte, seien keine größeren Konflikte zu erwarten. Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU) erklärte: „Im Verkehrsgutachten für den Supermarkt ist das Hotel berücksichtigt.“

Was unterdessen auch der Gemeinde ein wenig Unbehagen bereitet, ist das Thema Betreiber. Zwar ist im Durchführungsvertrag laut Schnitzenbaumer vom Nutzungskonzept über die Finanzierung bis hin zur Fassadengestaltung alles geregelt. Doch wenn später ein Betreiber ein ganz anderes Konzept als der Projektentwickler im Sinn hat, könne man mit der Planung, die viele Monate in Anspruch nimmt, fast wieder von vorne beginnen. Immerhin – auch das ist in dem Vertragswerk festgehalten – hat die Gemeinde immer ein Mitspracherecht. Rickert sprach in diesem Zusammenhang von einem „Pingpong“ zwischen Gemeinde und Vorhabensträger im weiteren Verfahren. Bis das Vitalresort steht, wird der Ball wohl noch mehrfach die Seiten wechseln.

Von Daniel Krehl

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