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Da geht’s rein : Die Einfahrt zum Parkplatz des Freilichtmuseums in Fischhausen-Neuhaus. Hier soll eine Linksabbiegespur entstehen – wann, steht in den Sternen, und solange bleibt auch die kaputte Fahrbahndecke. 

Kaputte Fahrbahn und gefährliche Szenen - doch daran wird sich nichts ändern

Problem-Kreuzung bei Wasmeier-Museum: Ohne neues Museum keine Lösung

Schliersee – Dieses Verkehrsproblem wird Schliersee wohl noch eine Weile erhalten bleiben: Die Abzweigung zum Wasmeier-Museum in Schliersee-Neuhaus. Das kuriose Problem: Erst braucht‘s ein Wintersportmuseum...

Bei der Sanierung der Bundesstraße vor wenigen Jahren hat das Straßenbauamt den Abschnitt vor dem Freilichtmuseum von Markus Wasmeier außen vor gelassen. Entsprechend ramponiert ist die Fahrbahn. An dieser Stelle soll eine Linksabbiegespur entstehen – irgendwann einmal. Die Fraktion der Schlierseer hat einmal mehr im Gemeinderat nachgefragt und keine wirklich befriedigende Antwort erhalten.

Die Ausgangslage hat sich Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU) zufolge nicht geändert. Zwar hat sich das Freilicht-Museum zum Bau der Linksabbiegespur verpflichtet, jedoch in jener Fassung des Bebauungsplans, der auch das Wintersportmuseum zum Gegenstand hat. Der Bau dieses Teils des Museums steht in den Sternen. Schnitzenbaumer: „So lange das Wintersportmuseum nicht kommt, ist auch keine Linksabbiegespur gefordert.“ Beschlusslage seitens des Gemeinderats ist es, dass er sich an den Kosten nicht beteiligen möchte.

Ferner bekräftigte der Bürgermeister, dass auch das Straßenbaumamt keine Veranlassung sieht, die kaputte Fahrbahndecke zu sanieren – wenn an dieser Stelle in einigen Jahren ohnehin eine Baustelle aufgemacht wird.

Die unbefriedigende Situation war nicht zum ersten Mal im Gemeinderat gelandet. Zuletzt hatte es vor eineinhalb Jahren ein Gespräch mit diversen Beteiligten gegeben. Damals hatte die Bahn auf den Bau der Abbiegespur gepocht, damit die Langsamfahrstrecke für die Züge der Bayerischen Oberlandbahn im Bereich des Bahnübergangs aufheben kann. „Wir haben versucht, etwas Schwung reinzubringen“, sagte Schnitzenbaumer. Das ist offenbar nicht gelungen.

In der Sitzung hatte Robert Mödl als Sprecher der Schlierseer-Fraktion engagiert seinem Unmut über das Verkehrschaos, das zeitweise vor dem Freilicht-Museum herrscht, Luft gemacht. „So wie es ist, kann es nicht bleiben“, stellte Mödl klar. Der höchst erfolgreiche Museumsbetrieb führt mitunter zu skurrilen Situationen. Bei den Highlandgames im Sommer zu Beispiel wurde Autofahrern seitens der Parkeinweiser empfohlen, einen Ort weiter zu parken und von dort aus mit der BOB anzureisen. Ein Bild von der Problematik wird man sich wohl auch kommendes Wochenende (Freitag bis Sonntag, 9. bis 11. Dezember) machen können, wenn im Museum „Wasmeier’s Weihnachtsmarktl“ stattfindet – dank weithin betriebener Werbung lockt der Markt Tausende Besucher an.

Freilich: Der Erfolg der Einrichtung ist gut für die Tourismus-Gemeinde. Sagt auch die Schlierseer-Fraktion. „Es herrscht hier in positiver Weise seit Jahren – für die Gemeinde Schliersee ebenso wie für den Betreiber – eine lukrative Symbiose.“ Nichtsdestotrotz handle es sich bei dem Museumsbetrieb um ein Wirtschaftsunternehmen, Geschäftsführer der GmbH sind Wasmeier selbst und Daniel Wagner. Nun gelte es, das Problem anzupacken, „in sachlicher, neutraler Gemeinsamkeit beider Partner“, fordern Die Schlierseer. Allzu viel Hoffnung konnte Schnitzenbaumer diesbezüglich nicht machen.

dak

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