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Steckt da noch Geld der alten Eigentümer drin? Die Sixtus-Werke in Hausham.

Alte Eigentümer gegen neue - geht um 45.000 Euro

Prozess um Sixtus: Ex-Eigentümer wollen Geld zurück

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Schliersee – Als Ex-Sixtus-Inhaber Franz Becker die Firma 2012 verkaufte, war offenbar auch ein Darlehen seiner Frau dabei. Die will jetzt ihr Geld zurück. Sixtus will davon nichts wissen.

Der Verkauf der Sixtus-Werke Schliersee hat ein gerichtliches Nachspiel. Es geht dabei um einen Darlehen über 173.000 Euro, das Sabine Becker, Ehefrau von Ex-Inhaber Franz Becker, Ende des Jahres 2008 der Firma gewährte. Das Darlehen ging beim Verkauf der Werke Ende 2012 auf die Käufer über. Der Knackpunkt ist allerdings die Frage, ob die 173.000 Euro in voller Höhe als Darlehen gegeben wurden. Sabine Becker sagt: ja. Die Sixtus-Werke sagen: nein. 

Nun muss das Landgericht München II den Fall klären. Dort erschienen gestern auf der einen Seite Sabine Becker als Klägerin, auf der anderen Seite Petra Reindl, Geschäftsführerin der Sixtus-Werke.

Hintergrund ist der Fakt, dass 45.000 Euro erst anderweitig verbucht wurden – nämlich schon vor dem 31. Dezember 2008. Und erst zum Jahresabschluss 2012 sind sie auch als Darlehen in den Büchern aufgetaucht. Nun stellt sich die Frage: Was hat es mit diesen 45.000 Euro auf sich? Gehören sie zur gesamten Darlehenssumme oder nicht?

Um Antwort auf diese Fragen zu finden, hörte Richter Harald Hernicht am Dienstag mehrere Zeugen, darunter den Mann der Klägerin. Franz Becker erklärte, dass es 2008 Probleme mit den Zahlungen eines großen Geschäftspartners aus Italien gegeben habe. Daraufhin hätten die Sixtus-Werke Probleme mit den Lohnzahlungen bekommen, woraufhin seine Ehefrau mit ihrem Privatvermögen aus einer Erbschaft eingesprungen sei und der Firma 45.000 Euro geliehen habe.

Er selbst habe das Geld auf das Konto der Sixtus-Werke ein gezahlt, sagte Franz Becker. „Später habe ich erfahren, dass das Geld falsch verbucht wurde.“ Nämlich nicht als Darlehen, sondern als private Einlage von ihm auf seinem privaten Gesellschafterkonto. Für den Jahresabschluss 2012 habe ein Steuerberater die Positionen überprüft und korrigiert.

Der Steuerberater, der auch als Zeuge aussagte, bestätigte das. Er berichtete von einem „ziemlichen Durcheinander“ in den Unterlagen. Nach Rücksprache mit den Mandanten habe er die falsch verbuchten 45.000 Euro dann dem Darlehensvertrag zugeordnet. „Alles wurde zum Jahresabschluss 2012 bereinigt.“ Insgesamt habe es Darlehen der Gesellschafter an die Firma in Höhe von 1,2 Millionen Euro gegeben.

Anton Becker, Schwager der Klägerin, berichtete im Wesentlichen das Gleiche wie sein Bruder Franz. Der Richter fragte ihn, warum man denn die vorab geflossenen 45.000 Euro nicht ausdrücklich in den Darlehensvertrag geschrieben habe. „Die vorherigen Zahlungen sind nicht aufgeführt, das stimmt“, sagte Anton Becker. „Wir haben gesagt, wir schreiben das gleich auf einen Betrag.“ Man habe einfach die Gesamtsumme genannt, die in Teilbeträgen habe gezahlt werden können. „Aber es war klar, dass die 45.000 Euro einfließen in den Darlehensvertrag?“, fragte Richter Hernicht. Die klare Antwort von Becker: „Ja“.

Der Prozess dauert an.

gut

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