Heftige Unwetter wüten in Bayern: Mehrere Orte unter Wasser - dramatische Rettungsaktion für weggespülte Autofahrer

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Gesperrt: Wegen Unfallfluchten, Wildbieslern und Müll hat Eva Skofitsch den Parkplatz vor dem leer stehenden Gasthof Zur Post gesperrt. 

Jahrelanger Leerstand bleibt vorerst

Risiko zu hoch: Weiterhin Stillstand im Gasthof Zur Post

Wer gehofft hatte, dass bald wieder Leben in den Gasthof Zur Post kommt, sieht sich getäuscht. Schuld ist: die Corona-Pandemie.

Schliersee – Zuletzt war er einmal mehr Thema im Gemeinderat: der leer stehend Gasthof Zur Post. Anlass war der Jahresbericht von Gäste-Info-Leiter Mathias Schrön, der – wie jedes Jahr – damit endete, dass Schliersee mehr Betten-Kapazitäten braucht. Florian Reinthaler (CSU) war es dann, der das Haus in der Ortsmitte ins Spiel brachte: „Das Gebäude lädt eher zum Wegfahren ein als zum Verweilen.“

Gasthof Zur Post: Betten fehlen insbesondere für Hochzeitsgäste

Auch Schrön bedauert das Fehlen der Betten. Gerade für Hochzeiten – über 200 standesamtliche werden in normalen Jahren in Schliersee geschlossen – wäre ein Haus wie der Gasthof Zur Post ideal. Doch eine Wiederbelebung ist derzeit nicht in Sicht. Und das liegt: an der Corona-Pandemie. Dies teilt Eigentümerin Eva Skofitsch auf Anfrage mit.

Vor zwei Jahren: Gasthof Post hat neue Eigentümerin:Wie lange dauert der Leerstand noch?

„Die Planungen und Anstrengungen für die Verwirklichung eines neuen Hotelbetriebs waren stets in vollem Gange“, sagt Skofitsch, die gegenüber des Gasthofs ihr Maklerbüro betreibt. Mit dem Lockdown im März gingen aber die Perspektiven für die Sanierung verloren. Skofitsch: „Die Kosten für dieses Hotelprojekt würden 5,5 bis sechs Millionen Euro betragen. Bisherige Analysen von unabhängigen Hotelconsulting-Firmen haben gezeigt, dass ein rentabler Betrieb aufgrund der hohen Investitionen und der geringen Bettenanzahl so nicht möglich ist.“

Corona-Einschränkungen wären existenzbedrohend

Für sie sei das Haus dennoch ein Herzensanliegen, das sie weiterverfolge. Wegen der Corona-Pandemie sei das Risiko nun aber „um ein Vielfaches zu hoch, hier aktuell weiter zu machen“. Ein erneuter Shutdown nach der Eröffnung des Gasthofs – und seien es auch nur ein bis drei Monaten – oder jegliche Einschränkungen hinsichtlich der Belegung seien existenzbedrohend. „Dieses Szenario war davor völlig unbekannt, bedeutet aber, dass man bei diesem Hotelprojekt umdenken muss“, sagt Skofitsch.

Als Maklerin schafft man es auch in die Starkbierrede: Lesen sie hier.

Parkplatz wegen Unfallflüchtigen und Wildbieslern gesperrt

Zuletzt war auch der Parkplatz Thema in den sozialen Medien. Er ist für die Öffentlichkeit gesperrt, was Skofitsch so begründet: „Das Parkverbot habe ich verhängt, weil ich immer wieder Parkschäden an unseren eigenen Fahrzeugen hatte – verursacht von Fremd-Parkenden, aber nicht gemeldet. Zudem hätten sie und ihre Mitarbeiter oft selbst keinen Platz mehr gefunden. Und nicht zuletzt sei „das Grundstück täglich als Freiluft-Toilette von Gästen und Einheimischen genutzt“ worden. Jetzt werde das Gelände kameraüberwacht.  

Afterwork-Bar wäre aktuell nicht rentabel

Nebenbei: Gegenüber des Gasthofs Zur Post hat Eva Skofitsch neben ihrem Maklerbüro auch ein kleines Bistro eingerichtet. Eigentlich sollte hier längst eine Afterwork-Bar ihren Betriebe aufgenommen haben. Doch auch diese Pläne hat Corona durchkreuzt. „Einer Eröffnung des Bistros steht die Covid-19-Pandemie mit hohen Einschränkungen und der drohenden Gefahr eines weiteren Shutdowns entgegen. Bei einem Lokal dieser Größe mit circa 30 Sitzplätzen wäre der Betrieb bei einer Reduzierung der Sitzplätze um die Hälfte nicht rentabel“, sagt Skofitsch. Wegen des Alters des 1802 gebauten Hauses seien die Bauarbeiten aufwendiger als gedacht. Sie seien jedoch „weitestgehend abgeschlossen“.

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