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Robert Salzl verabschiedet sich heute als TOM-Präsident.

Heute Abschied als Tourismus-Präsident

Robert Salzl über Visionen und Tourismus

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Heute ist Robert Salzls letzter Tag als Präsident des Vereins Tourismus Oberbayern München (TOM). Bei der Mitgliederversammlung in Erding tritt der 77-jährige Schlierseer auf eigenen Wunsch nicht mehr an.

Eine Gelegenheit zurückzublicken. Unsere Zeitung sprach mit dem langjährigen Lufthansa-Chefpiloten und Ex-Manager der Schörghuber-Gruppe.

Herr Salzl, als Sie 2013 das Amt des TOM-Präsidenten übernommen haben, hatten Sie eine Vision: Oberbayern soll die beliebteste Tourismusregion Europas werden. Wie nah ist man diesem Ziel gekommen?

Genau in Prozent kann man das nicht beziffern, denn so ein Ziel braucht zehn bis 15 Jahre und ist nicht leicht zu messen. Aber ein paar gute Schritte haben wir auf jeden Fall gemacht. Wir haben Aufbauarbeit geleistet und strukturell eine Basis geschaffen. Die Vision gilt ja weiterhin. Die Natur bietet ihren Teil von allein, den Rest muss der Mensch organisieren.

Was hat Sie dazu bewogen, nicht mehr weiterzumachen?

Sehen Sie, ich bin 77 Jahre alt und möchte mein Privatleben mehr ausleben. Mehr Zeit haben fürs Golfspielen und Reisen. Es gibt so manche Destination, die ich noch mal sehen möchte. Aber das muss man machen, solange man fit ist. Fünf Jahre wollte ich gar nicht Präsident sein.

Sondern?

Ich habe 2013 beim Neuanfang gesagt: Danke für die Ehre, das mache ich gerne – aber nur für drei Jahre. Dann war es 2016 schwierig, einen geeigneten Nachfolger zu finden. Also wurde ich um eine Fortsetzung gebeten. Aber nun ist der richtige Zeitpunkt aufzuhören.

Wie fällt rückblickend Ihr Fazit über Ihre Zeit beim TOM aus?

Es hat Spaß gemacht, etwas bewegen zu können. Ich habe schon davor viele Leute kennengelernt, aber in den vergangenen fünf Jahren sind noch einige tolle Menschen hinzugekommen, deren Engagement mich auch mitgerissen hat.

Wie bewerten Sie den Tourismus im Oberland?

Es gibt hier viele Kümmerer, dazu mit ATS und TTT zwei Tourismus-Organisationen. Jeder hat zwar seine eigene Vorstellung, aber wenn alles gut gemacht wird, kann man seine Kräfte ballen. Das ist eigentlich das Wichtigste: Man muss seine Kräfte dort effektiv einsetzen, wo sie am wichtigsten sind. Dazu bieten wir beim TOM auch Schulungen und Infoveranstaltungen an.

Funktioniert das?

Die Zahlen sprechen für sich. Wir konnten uns stetig steigern. 2017 war vor allem für München ein fantastisches Jahr. Aber es zählt die langfristige Entwicklung. Es kommen mehr Besucher von außerhalb nach Europa, zum Beispiel Chinesen – erst in der Reisegruppe, dann allein. Es ist ein mühsamer Prozess, aber man darf nicht aufhören.

Sie hören aber auf.

Ja, aber ich gehe mit einem guten Gefühl. Es ist jetzt Zeit für den Wechsel. Aber ich bin ja nicht aus der Welt. Ich werde weiterhin helfen. Es wird ein fließender Übergang.

ddy

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