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Dreh unter Freunden: Ben Blaskovic als Märchenprinz in der Pilcher-Verfilmung „Wenn Fische lächeln“ mit Friederike Ott.

Zwei große TV-Rollen

Schauspieler Ben Blaskovic aus Schliersee startet durch

Was viele sich erträumen, hat Ben Blaskovic geschafft. Kommende Woche ist der Schlierseer Schauspieler im Sat.1-Movie zu sehen, im November in einem Rosamunde-Pilcher-Film.

Schliersee – Von einer Karriere als Film- und Fernseh-Schauspieler träumen viele. Nur die wenigsten schaffen es tatsächlich regelmäßig in große Produktionen und können davon leben. Ben Blaskovic aus Schliersee hat’s geschafft. „Heuer hab ich schon so viel gedreht wie im gesamten letzten Jahr.“ Keine kleinen Kurzauftritte, sondern tragende Rollen in Produktionen für ein Millionenpublikum.

Nach der Episodenhauptrolle im ZDF-„Traumschiff“ voriges Jahr (wir berichteten) läuft’s weiter richtig gut mit den Hauptrollen. Im Mai drehte der 28-Jährige die Sat.1-Romantik-Komödie „Sechs Richtige und ich“, die am Dienstag, 29. August, ab 20.15 Uhr läuft. Im Juni stand er in Cornwall vor der Kamera. Die spektakuläre Landschaft bildet die Kulisse der quotenträchtigen Rosamunde-Pilcher-Sonntagsromanzen im ZDF. Sie hat’s auch Blaskovic angetan: „Der Hammer, ich konnte jeden Morgen vorm Drehen surfen.“ Blaskovic drehte „Wenn Fische lächeln“, der im November ausgestrahlt wird, unter Freunden: „Meine Frau hat Friederike Ott gespielt, mit der ich befreundet bin, und ihre Konkurrentin spielt auch eine Freundin von uns.“

Wenn man sich in der Branche halten will, braucht man genau das: viele Kontakte. Die hat Blaskovic durch viele Projekte und Workshops kennengelernt. „Ich denk nicht so viel nach, ich mach einfach“, sagt er. „Ich hab einfach immer Vollgas gegeben. Die ersten fünf Jahre hab ich richtig viel investiert, auch Zeit und Nerven. Jetzt zahlt sich aus, dass ich gut vernetzt bin.“

Klar: Der Erfolg bedeutet auch eine Menge Arbeit. „Das Drehen ist der kleinste Teil. Die Arbeit am Text und am Buch macht den größten Teil aus.“ Sich auseinanderzusetzen mit Figuren und Story. „Und vor der Kamera musst du einfach funktionieren. Das interessiert am Set niemanden, wie es Dir geht.“ Dafür sind die Drehpläne zu dicht getaktet.

Ebenso wie der persönliche Drehplan des 28-Jährigen. Vorige Woche stand er für „Hubert und Staller“ vor der Kamera, diese Woche für die „Rosenheim-Cops“, nächste Woche für die neue RTL-Reihe „Lifelines“. Verliert er da nicht mal den Überblick, wer er grade ist: Märchenprinz, Polizist, Sunnyboy? „Nein, dafür sind die Projekte zu unterschiedlich. Das Komplizierteste ist die Frage, wann ich mich rasiere“, erklärt Blaskovic und schmunzelt. Würde er am falschen Tag zum Rasierer greifen, wäre das einigermaßen fatal: Meist wird er mit Dreitagebart gebucht – nur bei den „Rosenheim-Cops“, zu deren Stamm er seit 2015 zählt, ist er glattrasiert.

Eher als bei den Rollen könnte er beim Seriendreh für die „Rosenheim-Cops“ durcheinander kommen. „Da wird sechs Wochen unchronologisch gedreht.“ Der Drehplan orientiert sich an der Logistik, nicht an der Handlung. Die neue Staffel startet am 26. September um 19.25 Uhr. Bereits am 8. September ist Blaskovic um 20.15 Uhr in der ZDF-Serie „Die Chefin“ als Chrystal Meth-Dealer zu sehen. „Ich hab das Glück, verschiedene Sachen spielen zu dürfen.“ Und zwielichtige Typen sind reizvoll: „Man begibt sich in eine Welt, in die du in unserer Gesellschaft sonst ja nicht reingehen darfst.“

Nebenbei macht Blaskovic auch noch Musik, trat im Juli als Singer-/Songwriter beim Münchner Tollwood auf. Und er hat seine eigene Produktionsfirma. „Ich hab zum Glück keinen Druck, mit der Produktion Geld zu verdienen.“ Der Indie-Thriller „Im Nesseltal“, den er mit Freunden bei Bayrischzell drehte und selbst produzierte, hat keinen Kino-Vertrieb gefunden, auch wenn es bei Festivals ernsthaftes Interesse gab (wir berichteten). „Das ist den Verleihern finanziell zu heiß, weil es schon ein experimenteller Film ist.“ Traurig ist Blaskovic deshalb nicht – schließlich sei’s eine tolle Erfahrung gewesen.

Mit der Schauspielerei will er „noch viel weiter kommen“. Als „Traumschiff“-Kapitän vielleicht? „Das soll lieber erst mal Sascha Hehn machen – wenn ich 70 bin vielleicht“, winkt er ab: „Ich wäre wohl eher ein Piratenkapitän.“ Aber „Tatort“-Kommissar – das wär’s. Wenn Ben Blaskovic das sagt, klingt das gar nicht nach einem unerreichbaren Traum.

Von Katrin Hager

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