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Bis zu 50 Prozent des Stroms, den die Schliersberg-Seilbahn benötigt, werden von diesen Solarmodulen auf dem Gebäude hinter dem Hotel produziert.

Bis zu 50 Prozent

Alle Achtung: Schliersberg-Seilbahn fährt zur Hälfte mit Solarstrom

Schliersee – Seit 60 Jahren bringt die Schliersberg-Seilbahn Ausflügler, Wanderer und Touristen auf den Schlierseer Hausberg. Inzwischen auch ganz umweltfreundlich.

Wer dieser Tage dem Gipfel entgegenfährt, kann das mit einem guten ökologischen Gewissen tun. Seit dieser Saison wird die Bahn nämlich teilweise mit Sonnenenergie betrieben, die eine Photovoltaikanlage des Energieversorgers Eon erzeugt.

„Die Module mit einer Leistung von annähernd zehn Kilowattpeak produzieren bis zu 50 Prozent des Stroms, der für den Betrieb der Seilbahn vonnöten ist“, erklärt Betreiber Ingo Bauer. Damit leiste man einen Beitrag für die Umwelt und den Klimaschutz. Der zusätzlich benötigte Strom werde durch Öko-Energie gedeckt, heißt es in einer Pressemitteilung.

Ein weiterer Bestandteil des nachhaltigen Energiekonzepts ist zudem ein sogenanntes Blockheizkraftwerk, das eine effiziente Wärmegewinnung sicherstellt. Die von der Photovoltaikanlage erzeugte Energie, sagt Thomas Löschmann von Eon, „wird durch die Schliersberg-Seilbahn ideal genutzt“. Schließlich produziere die Anlage schwerpunktmäßig bei blauem Himmel und Sonne viel Strom, „und damit genau an den Tagen, an denen die Seilbahn von den meisten Besuchern genutzt wird“, betont Löschmann weiter. An Tagen, an denen die Anlage weniger Strom produziert, falle üblicherweise auch der Besucherandrang geringer aus.

Bis zu 500 Gäste täglich nutzen die Bahn, um die 230 Höhenmeter von der Talstation hinauf zur Alm zu überwinden. Die beiden Kabinen, die Platz für bis zu zehn Personen bieten, benötigen rund vier Minuten für die 725 Meter lange Strecke. Über einen Bildschirm können sich die Besucher unter anderem über die an Ort und Stelle erzeugte Energie informieren. Der ökologische Fußabdruck fällt bei Seilbahnfahrten auf die Schliersbergalm in Zukunft also kleiner aus.

mm

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