Das Schulgelände in Neuhaus. In diesem Bereich soll die Turnhalle entstehen, in ein paar Jahren sollen auch weitere Klassenzimmer im Bereich der alten Sporthalle kommen.
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Scheinbar weitläufig: das Schulgelände in Neuhaus. In diesem Bereich soll die Turnhalle entstehen, in ein paar Jahren sollen auch weitere Klassenzimmer im Bereich der alten Sporthalle (Querbau rechts) kommen.

Turnhalle und weitere Klassenzimmer

Auf dem Schulgelände wird’s noch enger

Auf dem Gelände der Grund- und Mittelschule in Neuhaus wird es absehbar eng. Und das liegt nicht nur an der Turnhalle, deren Planungen voranschreiten. Vielmehr lassen die prognostizierten Schülerzahlen den Bedarf an weiteren Klassenzimmern erkennen.

Schliersee – Eine neue Baukostenberechnung lässt weiter auf sich warten, und inzwischen ist Schliersee mit der Planung für die neue Turnhalle auf dem Schulgelände in Neuhaus rund einen Monat im Verzug. „Aber“, so sagte Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU) zuletzt im Gemeinderat, „lieber in aller Ruhe, aber sauber vorbereitet“. Zuletzt hätten sich die Gemeinde und der TSV, die zusammen eine Bauherrengemeinschaft bilden, für eine Dacheindeckung mit Ziegeln entschieden. Er selbst, sagte Schnitzenbaumer, hätte ein Blechdach bevorzugt, aber angesichts einer Einsparmöglichkeit von knapp 100 000 Euro sei man gemeinsam zu der Ziegel-Lösung gekommen.

Gemeinde hofft auf weitere Einsparmöglichkeit

Wie berichtet, hatte eine erste Kostenberechnung des beauftragten Planungsbüros einen Betrag von über neun Millionen Euro ergeben. Davon wollte die Gemeinde unbedingt herunter. So fiel unter anderem das Oberlicht weg, was 140 000 Euro einsparte, und weiterhin hofft die Gemeinde darauf, bei der Oberflächenentwässerung ohne teure Rigolen auszukommen. „Das wäre ein großer Kostenfaktor“, sagt Gemeinde-Geschäftsleiter Jörn Alkofer.

Baubeginn wohl im Spätsommer

Bis spätestens Mitte April hofft Schliersee, endgültige Klarheit über den Kostenrahmen zu haben, dann gilt es zum einen, den Förderantrag an die Regierung von Oberbayern zu aktualisieren und die Ausschreibungen der Arbeiten zu finalisieren. Baubeginn wird wohl irgendwann im Spätsommer sein, eineinhalb Jahre später soll die Schlüsselübergabe erfolgen.

Nächste Baustelle in Sicht: Schule in Neuhaus bracht mehr Klassenzimmer

Allzu lange werden die Grund- und Mittelschüler in Neuhaus auf den Anschauungsunterricht mit Baggern und Kränen wohl nicht verzichten müssen. Denn schon ist die nächste Baustelle auf dem Schulgelände am Horizont aufgetaucht. Schliersee wird die Schule selbst abermals vergrößern müssen. Auch das schnitt Schnitzenbaumer im Gemeinderat an. „In den nächsten drei bis vier Jahren werden wir anbauen müssen.“ Der Bürgermeister sprach von zwei Klassenzimmern, Alkofer nennt auf Anfrage die Zahl drei. Die Prognosen der Schülerzahlen anhand der Kindergartengröße – wie berichtet, konnte Schliersee den Bedarf jahrelang gerade noch decken – lassen die Notwendigkeit erkennen. Zudem kommt der Anspruch auf die Ganztagsschule. Und der Unterricht in diesem Modell frisst mehr Platz als im Regelunterricht.

Gedankenspiel: Klassenzimmer auf Stützen, um, Pausenhof-Größe beibehalten zu können

Alkofer zufolge hat man sich im Rathaus schon erste Gedanken über die Planung gemacht. Viel Platz ist auf dem Schulgelände nach dem Turnhallenbau nicht mehr. Dies dürfte den (wenigen) Kritikern eines Hallenbaus auf dem Schulgelände selbst in die Karten spielen. Eigentlich kommt nur noch der Bereich in Frage, auf dem die alte Turnhalle steht. Um den Pausenhof nicht noch weiter zu verkleinern, denke die Gemeinde darüber nach, den Anbau auf Stützen zu stellen, als charmanter Nebeneffekt würde eine quasi-überdachte Fläche entstehen, gut in schneereichen Wintern, die es im Oberland ja gerne mal gibt.

Rege Bautätigkeit lässt auf noch höhere Schülerzahlen in der Zukunft schließen

Sieht man sich die Bautätigkeit speziell in Neuhaus an, wird sich das Rathaus in einigen Jahren wohl erneut mit dem Thema befassen müssen. An allen Ecken und Enden in dem Ortsteil wird nachverdichtet. Und allein in dem Baugebiet an der Waldschmidtstraße rund 250 Meter nördlich der Schule werden zwei Mehrfamilien-, zwei Doppel- und drei Einfamilienhäuser gebaut.

Verschiedentlich müssen in der Region Schulen erweitert werden - auch ziemlich neue

Die Schlierseer hatten ihre Schule schon vor etwa zehn Jahren erweitert. Ein Bürgerbegehren hatte den Gemeinderat in seiner Haltung bestätigt, die letzten in Schliersee verbliebenen Grundschulklassen nach Neuhaus umzusiedeln. Nun wird es abermals zu eng, was offenbar Methode hat. Aktuell wird bekanntlich die erst vor wenigen Jahren fertiggestellte Realschule in Gmund erweitert, und auch für das Gymnasium in Holzkirchen ist ein Erweiterungsbau ausgemachte Sache und vom Kreisausschuss bereits auf den Weg gebracht.

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