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Ein Hochwasserbild vom Mai 2017 am Schliersee. Ob das Wasser so hoch steigt, stellt sich erst noch heraus.

Schliersee besonders gefährdet

Regen und Tauwetter: Behörde warnt vor möglichem Hochwasser am Alpenrand

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Behörden warnen vor einem möglichen Hochwasser am Alpenrand. Eine besondere Wetterlage weckt eine schlummernde Gefahr. Ein Experte schätzt für uns die Lage ein.

Tegernsee/Schliersee - Das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim (WWA) hat für den Landkreis Miesbach eine Hochwasser-Vorwarnung herausgegeben. Der Grund dafür liegt bei den ungewöhnlichen Wetterverhältnissen. Auch wenn man es im Tal nicht mehr so sieht, vom Schneechaos, an dessen Auswirkungen sich wohl noch alle in der Region erinnern, ist schon noch einiges übrig. Ab 800 bis 1000 Metern Höhe liegt noch dicke weiße Pracht.

Und diese Schneemassen da oben könnten unter Umständen gefährlich werden. Denn der Deutsche Wetterdienst (DWD) und andere Wetter-Behörden warnen vor anhaltendem Dauerregen am Alpenrand in Verbindung mit Tauwetter über 800 Höhenmetern. Diese Wetterlage soll bereits am Freitag starten und kann nach aktuellen Prognosen gut und gerne bis Sonntagabend anhalten. Laut DWD können da 30 bis 50 Liter pro Quadratmeter binnen 24 bis 36 Stunden.

Mögliches Hochwasser am Schliersee - Experte ordnet Warnung ein

„Viel wird davon abhängen, wie sich die Temperaturen entwickeln“, sagt Andreas Holderer, Vize-Chef des Wasserwirtschaftsamts Rosenheim. Problematisch wird es demnach, wenn auch weit über 1000 Metern deutliche Plusgrade vorherrschen. Selbst das allein wäre allerdings noch nicht schlimm. „Die reine Schneeschmelze löst kein Hochwasser aus.“ Zusätzlich müsste es sehr weit hinauf regnen. Und davon viel.

Aktuelles Wetter in Bayern - alle Wetter-News und Warnungen in unserem Ticker

Der Deutsche Wetterdienst geht aktuell davon aus, dass die Schneefallgrenze Freitag bis Sonntag über 800 Meter steigt. Wie weit genau, da legen sich die Meteorologen noch nicht fest. Aber zumindest die Möglichkeit besteht, daher die Hochwasser-Vorwarnung.

Holderer: „Wir beobachten die Pegel laufend und füttern unsere Hochwasser-Modelle mit den Wetterprognosen.“ Und im Moment kommt zumindest eine theoretische Hochwassergefahr dabei heraus. „Es geht uns darum, die Leute frühzeitig zu sensibilisieren.“

Mögliches Hochwasser in Südbayern: Landratsamt Miesbach vorbereitet

Beim Landratsamt Miesbach hat das schon funktioniert. Alle Kommunen wurden bereits informiert. Genauso alle Feuerwehren und das THW. Sollten die ersten Meldestufen gerissen werden und die Situation wirklich brenzlig werden, tritt der Führungsstab sofort im Landratsamt zusammen und koordiniert.

Aber bis dahin muss noch viel passieren. Das Grundwasser ist derzeit laut Holderer eher am unteren Limit. „Das müsste dringend aufgefüllt werden.“ Auch den Flüssen und Bächen würde nach dem trockenen Sommer und Herbst ein wenig Wasser erstmal guttun.

Gefahr am Schliersee: Pegel bereits jetzt relativ hoch

Nur eben nicht zu viel. Am ehesten werden sich Tauwetter und Dauerregen am Schliersee und an der Schlierach bemerkbar machen. Dort schlingert der Pegel bereits jetzt unter der ersten Meldestufe. Lesen Sie hier eine Einschätzung zur Hochwassergefahr am Schliersee und das letzte Hochwasserereignis am Schliersee 2017.

Am Tegernsee ist derzeit noch viel Luft nach oben. „Sobald unsere Daten genauer werden, werden wir die Meldung aktualisieren.“

Auch in den Nachbarlandkreisen Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land besteht eine Hochwasser-Vorwarnung. Die Mangfall wird in Rosenheim wohl die ein oder andere Meldestufe reißen.

Lesen Sie auch von 2017: Hochwasser-Gefahr: Wo es im Landkreis Miesbach brenzlig werden kann

kmm

Lesen Sie auch: Rückblick - das war das Jahrhunderthochwasser 2013 am Tegernsee

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