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Wie ein Lavastrom wälzt sich das Schneebrett den Hang hinunter.

Schneebrett bedroht Lift

Spektakuläres Video: Lawinenabgang im Skigebiet Spitzingsee - „So viel Angst hatte ich noch nie“

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Es sind Bilder, die an einen Lavastrom erinnern - nur aus Schnee. Ein spektakuläres Video eines Lawinenabgangs an der Firstalm im Skigebiet Spitzingsee macht derzeit die Runde.

Update vom 28. Februar 2019, 17.30 Uhr: Jetzt hat sich auch eine Augenzeugin des Lawinenabgangs an der Firstalm zu Wort gemeldet. Und nicht nur irgendeine: Sabrina Eicher aus Neufahrn hat das spektakuläre Video des abgleitenden Schneebretts mit ihrem Smartphone aufgenommen und ins Internet gestellt. „Das Geräusch der Lawine war wirklich krass“, sagt sie. „Und es ging alles ganz schnell.“

Als sie den ersten Schock verdaut hatte und mit ihrem Mann von der Oberen Firstalm wieder Richtung Tal marschierte, zuckte sie ein zweites Mal zusammen. Sie hörte ein Knacken im Wald oberhalb des Wegs. Es erinnerte sie sofort an die Lawine. Erschrocken schaute sich Eicher nach einer Fluchtmöglichkeit um. Doch durch die hohen Schneewände rundherum sah sie keinen Ausweg. Also rannte Eicher los und blieb erst wieder stehen, als sie eine breitere Stelle des Wegs erreichte. „So viel Angst wie in diesem Moment hatte ich noch nie“, berichtet sie. Zwar sei zum Glück trotz des verdächtigen Geräuschs im Wald keine zweite Lawine mehr abgegangen. Das Erlebnis an der Unteren Firstalm wird Eicher aber wohl ein Leben lang nicht vergessen.

Ein Zwischenfall hat sich bei der Tiroler Zugspitzbahn ereignet: Dort saßen 82 Menschen nach einem Stromausfall fest und mussten gerettet werden, berichtet Merkur.de*

Erstmeldung: Spektakuläres Video aufgetaucht - Lawinenabgang im Skigebiet Spitzingsee

Spitzingsee - Ungetrübter Sonnenschein, frühlingshafte Temperaturen, meterhoher Schnee: Einen echten Bilderbuch-Skitag erleben die Wintersportler am Donnerstag, 21. Februar, an der Firstalm im Skigebiet Spitzingsee. An die hohe Lawinengefahr in diesen Tagen denken die meisten nicht. Doch plötzlich kommt Bewegung in den Hang am sogenannten Fürstenriesen, einem Ausläufer des Bodenschneidmassivs. Auf einer Breite von 90 Meter bilden sich gegen 13 Uhr drei Risse in der Schneedecke - und dann gibt es kein Halten mehr. Wie ein gewaltiger Lavastrom nach einem Vulkanausbruch wälzen sich die weißen Massen ins Tal. Fächerförmig driften die Ausläufer auseinander - und werden dabei immer schneller. Die Leute im Lift drehen erschrocken die Köpfe, die Sonnenbadenden an der Unteren Firstalm springen auf - und zücken die Kameras ihrer Smartphones.

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Einer von ihnen hat den Lawinenabgang nahezu von Anfang an gefilmt. Das spektakuläre Video macht seit Kurzem im Internet die Runde. Auch das Extremwetter-Portal „Severe Weather Europe“ hat es geteilt. Fast zwei Minuten lang rutscht das Schneebrett ins Tal. Im Hintergrund sind Rufe wie „Achtung“ oder „Geht‘s weg“ zu hören. Nach gerade einmal 20 Sekunden ist allerdings das Schlimmste überstanden. Die Lawine stoppt nach einer Länge von 300 Metern - gerade noch rechtzeitig vor zwei Personen und der Trasse des Skilifts.

Walter Alkofer, Obmann der Schlierseer Lawinenkommission, überrascht das Naturereignis ganz und gar nicht. Er warnt bereits seit Wochen vor dem notorisch gefährdeten Hang. An besagtem Vormittag ist er an der gegenüber gelegenen Brecherspitz unterwegs. Die Bergwacht verständigt ihn von der Lawine und bringt den Experten per Schneemobil zur Firstalm. Eine Hundeführergruppe der Polizei hat den Abgang sogar hautnah miterlebt. Sie war für eine Übung vor Ort. Zu einem großangelegten Sucheinsatz kommt es aber nicht. Zeugen bestätigen, dass sich die Lawine selbst ausgelöst hat und niemand verschüttet wurde. „Ich kann mit reinem Gewissen sagen, dass keine Gefahr bestanden hat“, sagt Alkofer.

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Das sei auch dem Liftbetreiber zu verdanken. Der habe angesichts der Schneemassen in rund 50 Meter Entfernung von der Liftspur mit der Pistenraupe einen bis zu vier Meter hohen Schutzwall geschaffen. Alkofer ist begeistert von der Idee. „Großartig“, lobt er. Denn tatsächlich habe der Wall seine Bewährungsprobe bestanden und die Gleitschneelawine gestoppt. Wie es ohne dieses Bollwerk ausgehen hätte können, hat sich laut Alkofer im März 2000 gezeigt. Damals verschüttete eine Lawine die Skifahrer im Firstalmlift bis zu den Knien im Schnee. Um ein Haar wäre auch eine Schülergruppe betroffen gewesen. Zwar sei auch diese Geschichte glimpflich ausgegangen, erinnert sich Alkofer. Aber nur durch Glück: „Da hätte es auch Tote geben können.“

Vor dem Wochenende rät der Lawinenexperte daher weiterhin, die Lage im Auge zu behalten. Am Donnerstag ließ Alkofer den Trautweinweg zur Oberen Firstalm sperren. Der für Freitag prognostizierte Regen macht ihm Sorgen. „Ich habe kein gutes Gefühl.“

sg

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Video: Dieser Lawine-Abgang traf Hotel in Balderschwang 

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