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Schliersee: Gemeinderat setzt klare Prioritäten - Ortsmitte steht ganz oben auf der Liste

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Wie es mit dem alten Schulhaus und dem Ortskern drumherum weitergeht – damit will sich der Gemeinderat noch vor der Sommerpause beschäftigen.
Wie es mit dem alten Schulhaus und dem Ortskern drumherum weitergeht – damit will sich der Gemeinderat noch vor der Sommerpause beschäftigen. © cs

Die Ortsmitte genießt beim Schlierseer Gemeinderat von nun an oberste Priorität. Das hat das Gremium in einer Arbeitssitzung festgelegt.

Schliersee – In der Diskussion um die Ortsmitte rund um das alte Schlierseer Schulhaus war in der Tat schon deutlich mehr Zug drin. Nach dem Umzug der letzten Schulklassen nach Neuhaus gab es eine Arbeitsgruppe, die sich mit der Ortsmitte befasste, mehrere Info-Abende und eine Umfrage unter den Bürgern. Der Blick aufs große Ganze ist mit der Zeit verloren gegangen, auch wenn die Gemeinde die kleine Turnhalle sanierte und nebenan den Kindergarten ans Heimatmuseum anbaute. Auch die Lautererstraße vor dem Neubau wurde umgestaltet. Aber: Das war quasi eine Insellösung, geboren aus der Notwendigkeit, Betreuungsplätze zu schaffen.

Ziel der Arbeitssitzung: Prioritäten festlegen

Im seit gut zwei Jahren amtierenden Gemeinderat spielte die Ortsmitte bislang keine nennenswerte Rolle. Das Gremium kam nun zu einer längst geplanten Arbeitssitzung zusammen, für die Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU) als Ziel ausgegeben hatte, Prioritäten festzulegen. Wie er nun auf Anfrage erklärt, landete die Ortsmitte ganz oben auf der Liste. Es geht um die Frage, wie sich der Ortskern an Bahnhof-, Lauterer und Perfallstraße eben mit dem alten Schulhaus als zentralem Ort entwickeln soll. Die Antworten soll der Gemeinderat nicht allein finden. „Wir wollen uns noch vor der Sommerpause wieder zusammensetzen“, sagt Schnitzenbaumer. Dann werde über das Wie einer Bürgerbeteiligung gesprochen. Das Ob steht außer Frage. Neben dem Schulhaus waren auch die Parkplätze am Bahnhof und zuletzt auch die an der Bahnhofstraße weiter nordwestlich als Flächen im Gespräch, auf denen die Gemeinde in irgendeiner Art und Weise tätig werden kann. Wobei es gegen einen Abriss des Schulgebäudes vereinzelten, aber lauten Widerstand gibt.

Während der Ortskern bei aller Prioritätensetzung ein Langzeitprojekt ist, könnte es bei der Nummer zwei auf der Liste schneller gehen. „Ortsbild und Straßenbau“. Es geht darum, die reichlich ramponierten Straßen herzurichten. Bei der Haushaltsdiskussion sagte CSU-Sprecher Florian Zeindl: „Ich bitte Gemeinderat und Verwaltung, das Thema zu forcieren. Das ist uns in den letzten Jahren nicht so gut gelungen.“ Im Etat für 2022 ist unter anderem Geld für den Kurweg, die Perfallstraße am Tennisplatz und die Mesnergasse vorgesehen. „Es geht darum, offenen Auges durch den Ort zu gehen“, sagt Schnitzenbaumer. Das Ziel sei eine höhere Aufenthaltsqualität. Als kleines Beispiel könnte die Befestigung des Parkplatzes an der Aussegnungshalle des Friedhofs sein, für die heuer 50 000 Euro eingeplant sind.

Kommunaler Wohnungsbau Nummer drei auf der Liste

Klar: „Über allem steht das Thema Finanzierbarkeit“, fährt der Bürgermeister fort. Das ist wohl auch der Grund, warum das Thema Nummer drei auf der Prioritätenliste – der Kommunale Wohnungsbau – im Haushalt etwas gestreckt ist. Das Baugebiet an der Seestraße wird erst 2024 richtig angepackt. Immerhin soll der Umbau des aus dem Bahnvermögen gekauften Wohnhauses an der Miesbacher Straße nächstes Jahr abgeschlossen sein.

Weiter als bis drei reicht die Liste nicht, und länger sollte sie auch nicht werden. Als ein Beispiel für etwas, das die Gemeinde aktuell nicht forciere, nennt Schnitzenbaumer das Thema Radwegebau. „Das ist damit aber nicht weg“, bekräftigt er.

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