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Noch ein „Leerstand“: Der Schlierseer Maibaum musste weg.  

Gemeinde zieht daraus ihre Lehren

Deswegen hat ein Tourismusort wie Schliersee keinen Maibaum

Der Maibaum in Schliersee musste abgebaut werden - wegen faulen Stellen. Weil die Entscheidung zu kurzfristig fiel, war eine Ersatzbeschaffung unmöglich.

Schliersee – Das Wiesseer „Problem“ eines überzähligen Maibaums hätten die Schlierseer wohl gerne. Denn die müssen ein Jahr ohne Traditionsstangerl auskommen. Das alte hatte im April abgebaut werden müssen, weil bei einer entsprechenden Standfestigkeitsprüfung zutage trat, dass er eine Faulstelle aufweist. Zunächst hatten die Schlierseer gehofft, ihr Prachtstück unten einfach um den einen oder anderen Meter kürzen zu können. Doch weiter oben tauchte eine weitere Faulstelle auf – der Maibaum musste weg.

Kurzfristig einen Ersatz zu beschaffen, erwies sich als unmöglich. Maibäume, die später bemalt werden sollen, müssen einige Monate trocknen, sonst tauchen die besagten Faulstellen auf.

Beim jetzt abgebauten Exemplar hatte die Gemeinde gehofft, dass es vier bis fünf Jahre stehen kann. Nur war nach drei schon Schluss, obwohl der Baum ehedem früh genug gefällt worden war, wie Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU) am Dienstag im Gemeinderat erklärte. Schliersee werde die Lehren aus den Geschehnissen ziehen und die turnusmäßige Prüfung des Maibaums künftig im Herbst vornehmen lassen. Sollte sich da herausstellen, dass etwas im Argen ist, bliebe immer noch genug Zeit, bis zum nächsten Maifest ein neues Exemplar zu organisieren.

Gemeinderat Michael Dürr (PWG) hatte im Vorfeld der Sitzung beantragt, so zügig wie möglich einen neuen Maibaum aufzustellen. Da 34-Meter-Stangerl noch nicht einmal im Bayernshop vorrätig wären, wie Dürr augenzwinkernd anmerkte, zog er seinen Antrag zurück. Der Tourismus-Ort Schliersee muss nun ein Jahr lang ohne Maibaum auskommen.

Daniel Krehl

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