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Vollblut-Musiker: Jörg Ahlich aus Schliersee musste wegen Herzproblemen vor zwei Jahren aus seiner Band aussteigen. Jetzt geht es ihm besser. Im Fernsehen rockt er wieder.

Gegen 4000 Konkurrenten durchgesetzt

Schlierseer (61) singt bei „The Voice Senior“: So hat er es ins Fernsehen geschafft

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An diesem Sonntag kommt der große Auftritt von Jörg Ahlich: Der 61-jährige Wasserbautechniker aus Schliersee singt bei der TV-Show „The Voice Senior“.

Schliersee – An diesem Sonntag kommt der große Auftritt von Jörg Ahlich: Der 61-jährige Wasserbautechniker aus Schliersee singt bei der TV-Show „The Voice Senior“ auf Sat.1 den Song „I’d Do Anything For Love“ von Meat Loaf. Wir haben mit ihm über seinen Auftritt gesprochen und über die ungewöhnliche Geschichte, die ihn ins Fernsehen brachte.

Herr Ahlich, warum singen Sie gerade Meat Loaf? Haben Sie eine besondere Bindung zum Lied?

Jörg Ahlich: Überhaupt nicht! Ich durfte zehn Songs auf eine Liste mit Liedern schreiben, die ich singen will. Meat Loaf stand nicht drauf. Das ist eigentlich gar nicht mein Stil. Das hat man mir vorgegeben.

Wieso?

Jörg Ahlich: Der Voice Coach wollte unbedingt, dass ich es singe. Ich habe mir gedacht: „Okay, wenn die das hören wollen.“ Also habe ich zwei Wochen geübt und zwei Gesangsstunden genommen. Als ich das Lied dann zum ersten Mal im Studio gesungen habe, sind alle ausgeflippt – Standing Ovations. Dann haben sie mich damit in die Blind Audition geschickt. Dort entscheiden die vier Experten, ob sie mit mir arbeiten wollen – nur anhand meiner Stimme, ohne mich dabei zu sehen.

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Konnten Sie die Experten überzeugen?

Jörg Ahlich: Das erfahren Sie am Sonntag ab 20.15 Uhr bei Sat.1. (lacht). Ich kann nur verraten: Ich bin schon vor 3000 Leuten aufgetreten – aber ich war aufgeregt ohne Ende. Ich habe einfach versucht, den ersten Ton zu treffen. Das hat auch ganz gut geklappt.

Sie sind zufrieden?

Jörg Ahlich: Ja. Ich singe schon in Bands, seit ich ein Kind war. Immer rockige Sachen. Vor zwei Jahren hatte ich dann Probleme mit der Gesundheit. Das Herz. Also bin ich aus meiner damaligen Band ausgestiegen. Danach habe ich gemerkt: Ohne Musik geht es einfach nicht.

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Also haben Sie sich bei The Voice Senior beworben?

Jörg Ahlich: Genau. Anfang des Jahres ging es wieder besser. Damals war ich gerade 60. Das ist das Mindestalter für die Show. Ich hatte letztes Jahr die erste Staffel im Fernsehen gesehen und mir gedacht: „Das kann ich auch.“ Also bin ich im Februar zum Casting nach München gefahren. Damals war ich einer von 4000 Kandidaten. Jetzt trete ich auf. Verrückt.

Wie sind die anderen Kandidaten?

Jörg Ahlich: Das Witzige ist: Weil ich nur knapp älter als das Mindestalter bin, bin ich eines der Küken der Runde. Ich hätte nicht gedacht, dass mir das mit 60 noch einmal passiert. Aber es macht Spaß.

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