Causa Kreidl: Staatsanwaltschaft will Anklage erheben

Causa Kreidl: Staatsanwaltschaft will Anklage erheben
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Schilderwald: In den Verhau an seinen Ortseingängen, hier Neuhaus, möchte Schliersee Ordnung bringen.

Gemeinderat diskutiert

Leuchten bald LED-Bildschirme am Ortseingang?

Schliersee – An den Ortseingängen von Schliersee herrscht ein rechter Verhau. Das will der Gemeinderat ändern - möglicherweise mit Hilfe von LED-Wänden. Billig wird das aber nicht.

Vor einigen Jahren wäre Schliersee fast technischer Vorreiter im Landkreis gewesen. Damals dachte die Gemeinde darüber nach, seine Homepage eigens für Smartphones und Tablets benutzerfreundlich zu programmieren. Heute ist das Standard und wohl billiger zu haben, früher erschien es der Gemeinde einfach zu teuer. Nun erwägt Schliersee abermals, mit einer im Landkreis einmaligen technischen Neuerung vorzupreschen: LED-Bildschirme am Ortseingang. Mit diesen möchte die Gemeinde auf aktuelle Veranstaltungen hinweisen. Eine Entscheidung fiel im Gemeinderat noch nicht.

An den Ortseingängen von Schliersee herrscht zuweilen ein rechter Verhau. 

Neben beziehungsweise hinter dem „Herzlich-Willkommen“Schild, das schon etwas in die Jahre gekommen ist, weisen mehrere Banner – teils auf beiden Straßenseiten – auf aktuelle Veranstaltungen hin. Derzeit etwa auf den Weihnachtszauber mit Veranstaltungen an allen Adventswochenenden und zum Jahresende. In Neuhaus steht zusätzlich ein Schild, das auf den Wochenmarkt hinweist, und Slyrs wirbt obendrein für sich. In diesen Verhau will Schliersee gerne Ordnung bringen, und etwas ansprechender darf es gerne auch sein. Nachdem sich im Frühjahr der Hauptausschuss mit der Thematik befasst hat, war nun – mit ein paar Monaten Verzögerung – der Gemeinderat an der Reihe.

Neues Willkommensschild, so soll es aussehen:

Architekt Johannes Wegmann stellte seine Vorschläge vor. Das Willkommen-Schild war dabei schnell besprochen. Auf einem begrünten oder gärtnerisch gestalteten Hügel soll ein Steinsockel platziert werden, der eine ansprechende Holz- und Metallkonstruktion trägt, auf der die Gäste Willkommen geheißen und auf die Verbindung zur Partnergemeinde Barberino hingewiesen werden. Oben in der Mitte soll das optisch an das Gemeindewappen angelehnte Qualitätssiegel („Schliersee – Original – Bayern“) prangen. An dem Entwurf soll Wegmann nun weiterarbeiten.

LED-Wand mit Live-Webcam?

Diskutiert wurde im Gemeinderat über die Gestaltung des zweiten Schildes, mit dem Schliersee auf Veranstaltungen hinweisen möchte. Als Alternativen hatte Wegmann ein Gerüst mit bis zu zwei Bannern und eine LED-Wand vorgeschlagen. Letztere würde der Gemeinde natürlich alle Gestaltungsmöglichkeiten offenlassen. Das könnte bis zu einem Webcam-Livebild vom sonnigen Spitzingsee gehen, etwa wenn das Tal im Nebel steckt, wie Uschi Bommer (Die Schlierseer) es vorschlug.

Der Gemeinderat zeigte sich grundsätzlich offen für die technische Lösung. Bedenken kamen von Rolf Dombrowsky (CSU), der befürchtete, die Autofahrer könnten abgelenkt werden. „Ich möchte keinen neuen Unfallschwerpunkt schaffen“, sagte der Mediziner.

Fraglich war derweil, ob die doch ziemlich teure Investition – Wegmann sprach von Kosten beginnend bei 25.000 Euro pro Wand – nicht etwas hoch sind für die recht kurze Aufmerksamkeits-Zeitspanne, die Autofahrer solchen Infos widmen können. Auch Wegmann brachte andere Orte für die LED-Lösung ins Spiel. Die Vitalwelt etwa oder den Bahnhof.

Eine Entscheidung pro Banner oder LED soll fallen, nachdem sich der Gemeinderat ein besseres Bild von den Lösungen hat machen können. Hierzu soll testweise eine entsprechende Wand aufgestellt werden. Womöglich wird diese – wie von Florian Guggenbichler (Die Schlierseer) vorgeschlagen – auch so gestaltet, dass man die LED-Bildschirme später nachrüsten kann.

Daniel Krehl

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