Der Rathausvorplatz in Schliersee soll neu gestaltet werden.
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Seit längerer Zeit unzufrieden ist Schliersee laut Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer mit dem Rathausvorplatz. Der soll nun neu gestaltet werden.

Auch einen Mini-Park könnte es geben

Schliersee plant neuen Rathausvorplatz: So könnte er aussehen

Schliersee gönnt sich einen neuen Rathausvorplatz. Die ersten Planungen dazu hat Architekt Johannes Wegmann nun vorgestellt. Ein Mini-Park könnte das Vorhaben abrunden.

Schliersee – Der Finanzausschuss hatte es im Frühjahr noch für undenkbar gehalten, heuer über dieses Projekt zu reden. 50 000 Euro stehen im diesjährigen Haushalt für die Umgestaltung des Rathausvorplatzes. Angesicht der noch frischen Corona-Krise beließ der Ausschuss diesen Betrag allenfalls als Gedächtnisstütze im Etat. Jetzt kam die Planung doch auf den Tisch. Die Kosten laufen sowieso nicht vor dem nächsten Jahr auf.

„Mit dem Rathausvorplatz sind wir seit längerer Zeit nicht zufrieden“, sagte Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU). Gegenüber dem Rathaus selbst – „viele sagen mir, es sei wahrscheinlich das schönste in ganz Bayern“ – fällt die Fläche davor doch reichlich ab. Architekt Johannes Wegmann hat im Hauptverwaltungsausschuss nun Umgestaltungspläne vorgestellt, über die später einmal der Gemeinderat diskutieren soll.

Zunächst soll der Gehweg, der an der Treppe zum Rathaus endet, weitergeführt werden. Wie Schnitzenbaumer schilderte, nutzen ihn viele Wanderer zum Schliersberg, die dann auf die enge Hans-Miederer-Straße wechseln. Gefährlich.

Die breite Treppe von der Straße zum Vorplatz möchte Wegmann verkleinern („bescheidener“) und nach Osten verlegen. Wer sie benutzt, bekommt somit die schöne Ostfassade des Rathauses zu sehen, die bisher allenfalls Biergartenbesuchern auffiel. Über zwei Rampen soll der Zugang ins Rathaus-Erdgeschoss künftig barrierefrei sein.

Wie bei Vitalwelt und Heimatmuseum stellt sich Wegmann eine ansprechende Oberfläche vor. Nicht nur direkt vor dem Rathaus, sondern im ganzen Umgriff. Denn: „Eigentlich führt die Bundesstraße nicht vorbei am Rathaus, sondern über einen Platz.“ Dieser werde eingerahmt von Rathaus, dem Pfarrhof und dem Wohn- und Geschäftshaus („Fischerei Schliersee“). Am liebsten würde er die Bundesstraße auch pflastern, „ich weiß aber, dass das nicht geht“, sagte Wegmann. Dass sich der Pfarrhof aktuell aber hinter einer Hecke versteckt, findet der Architekt schade.

Die Planung kam im Ausschuss gut an, diskutiert wurde allenfalls über die Grünfläche, auf der noch das Kriegerdenkmal steht (siehe Kasten). Gabriele Murrisch (CSU) brachte das Thema Wasser ins Spiel, was bei allen gut ankam. Ursula Bommer (Die Schlierseer) könnte sich auch Wege und Bänke vorstellen, fast einen kleinen Kurpark. Karl Hiermeyer hingegen wollte die Grünfläche eher „sachlich-schlicht“ halten. Er war es auch, der die Frage nach den Kosten stellte. Schnitzenbaumers Antwort: „Das wissen wir noch nicht.“ Freilich müsse ein entsprechender Betrag im Haushalt 2021 eingeplant werden. 50 000 Euro werden für das, was Wegmann vorgelegt hat, sicher nicht reichen.

„Jetzt haben wir einen Entwurf, auf dem wir aufbauen können“, sagte Bürgermeister Schnitzenbaumer. Und weil man die Umgestaltung in mehreren Bauabschnitten vornimmt, „können wir uns nach und nach rantasten“ – insbesondere was die Gestaltung der Grünfläche betrifft. „Super, dass da was ins Laufen kommt“, befand auch Christoph Stöger (Die Schlierseer).

Daniel Krehl

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