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Volle Straßen: Bei schönem Wetter Alltag in Schliersee.

Stau, Müll und keine Rücksicht

Schliersee reicht’s: So genervt sind die Einheimischen vom Ausflugschaos

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Ein irrer Sonntag liegt hinter dem Landkreis. Vor allem Schliersee wurde von tausenden Tagesausflüglern überschwemmt. Viele Einheimische haben die Nase voll.

Schliersee – Die Blechwalze schob sich noch durch den Ort, als Eva Maria Skofitsch eine vorläufige Bilanz des Wahnsinnssonntags zog. „Gefühlt sind heute 40 000 Autos durch Schliersee gefahren“, postete die Moderatorin der „Schliersee Gruppe“ auf Facebook. Offenbar eine gute Schätzung, wie sich zeigen sollte. Binnen weniger Stunden kamen mehr als 120 Kommentare zum Ausflugschaos zusammen: eine Mischung aus Ärger und Frust, aber auch aus Ideen, wie es besser werden könnte.

Über die Zustände herrschte weitgehend Einigkeit in der Gruppe: Schliersee hat einen extremen Sonntag hinter sich. Vor allem die Massen an Tagesausflüglern seien für den Irrsinn verantwortlich. Die Infrastruktur sei längst überlastet, schreibt eine Nutzerin: „Zu eng, zu voll und damit gefährlich explosiv.“

Schliersee reicht’s: So genervt sind die Einheimischen vom Ausflugschaos

Nicht nur die Autos in Form von verstopften Straßen und überfüllten Parkplätzen trieben den Einheimischen die Zornesröte ins Gesicht, sondern auch das Freizeitverhalten der Gäste. Von „Wildpinklern“ ist genauso die Rede wie von rücksichtslosen Radlern oder Badenden im Kurpark – inklusive des Mülls, den sie zurückließen. „Regeln interessieren niemanden mehr“, schreibt eine Facebook-Nutzerin. Andere berichten, dass wildfremde Autos ihre Einfahrten blockierten oder sogar Kirschen aus privaten Gärten gepflückt würden. „Das allgemeine Benehmen fehlt“, findet eine Betroffene.

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Eine Meinung, die nicht nur Einheimische vertreten. Auch Urlauber melden Bedenken an. Im August sei man als Fußgänger kaum über die Straße gekommen, schreibt eine Frau. „Da graut es mir ja vorm nächsten Urlaub bei Euch“, meint eine andere und fragt: „Warum tut Schliersee nichts für Schliersee?“ Eine mögliche Antwort liefert eine andere Kommentatorin: Das Geld von den Tagesausflüglern streiche eben jeder gern ein, vor den negativen Folgen verschließe man aber die Augen. Im Grunde also ein hausgemachtes Problem: „Wer die Werbetrommel rührt, muss auch mit den Begleiterscheinungen zurechtkommen.“

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Was Auswege aus dem Ausflugswahnsinn anbelangt, sind die Diskutierenden kreativ. Einige raten, bei schönem Wetter nicht mehr vor die Tür zu gehen oder nach München zu fahren. Andere fordern einen Großparkplatz außerhalb des Tals mit Shuttle-Dienst zu den touristischen Zielen. Sollte alles nichts helfen, müsse man eben Maut für Auswärtige verlangen – oder auf die Technik der Zukunft hoffen: „Lufttaxis.“  

sg

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