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Viele Jahre im Dienste der Senioren: Für ihr Engagement – unter anderem bei der Gründung und Leitung der Schlierseer Nachbarschaftshilfe – überreichte Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer Ilse Faltermeier die Sixtus-Nadel.

neujahrsempfang

Start ins Jahr der Großprojekte

2017 soll das Jahr sein, in dem in Schliersee erkennbar etwas vorwärts geht. Zwei große Baustellen macht die Gemeinde auf, und beide sind auch eng verbunden mit dem Ehrenamt. Beim Neujahrsempfang hat Schliersee eben jene gewürdigt, die sich für die Gemeinschaft einsetzen.

Gut, versprechen konnte Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU) auch heuer nicht, dass in Schliersee mit dem Bau der seit Jahrzehnten ersehnten Zweifach-Sporthalle begonnen wird. Doch der Rathaus-Chef ist guter Dinge, dass nach dem Erfolg vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (wir berichteten) eine Einigung mit den Klägern gefunden wird und der Spatenstich auf dem Schulgelände in Neuhaus erfolgen kann. Bekanntlich sitzt bei dem Vorhaben der TSV Schliersee mit im Boot.

Gleich mehrere Verbindungen zum Ehrenamt gibt es beim zweiten großen Vorhaben, das Schliersee heuer beschäftigen wird: dem Anbau an das Heimatmuseum. Neben dem Kindergarten soll das Gebäude eine Heimstatt für so manchen Verein werden. Diese rief Schnitzenbaumer auf, sich aktiv daran zu beteiligen, das Haus mit Leben zu füllen. „Das sollte unser aller Lieblingsprojekt sein“, sagt Schnitzenbaumer. Schließlich bildet es den ersten Baustein der neuen Ortsmitte. Die weiteren werde die Gemeinde in aller Ruhe angehen. „Das muss Hand und Fuß haben.“ Aktivismus sei fehl am Platze.

Auf dem weiteren Weg bedarf es womöglich aber auch einer intensiveren Kommunikation. Der Museumsverein zum Beispiel war vernehmlich irritiert von der Idee, den Waldeckersaal im Heimatmuseum etwa für Trauungen oder Ähnliches zu nutzen. Dieses Vorhaben hatte Architekt Johannes Wegmann bei der Vorstellung seiner Pläne im Gemeinderat genannt. Schon etwas länger zurück liegt das Stirnrunzeln auf seiten der Feuerwehr, die sich wenig angetan von der Idee des Gemeinderats zeigte, die Bauhofgarage in Neuhaus in ein Feuerwehrhaus umzufunktionieren – was Gesprächsbedarf bedeutet. Schnee von gestern allerdings. Längst steht ein Neubau nebst Grundstückskauf im Gemeindehaushalt.

Ansonsten bekräftigte Schnitzenbaumer sein Credo des Vorjahres: Schliersee müsse sich gleichzeitig seine Identität bewahren und sich behutsam entwickeln. Letzteres, um als Gemeinde wirtschaftlich auf gesunden Füßen zu stehen (Steuereinnahmen), als auch im Interesse wohnortnaher Arbeitsplätze. Dass ein Bürgerentscheid mit dem Nein zur Wiederansiedlung der Firma Sixtus in Schliersee just ein Projekt verhinderte, das die genannten Ziele verfolgte, war für Schnitzenbaumer enttäuschend. Aber: „Da gibt es kein Beleidigtsein.“ Die Gemeinde werde nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern ihre Entwicklungsziele weiterverfolgen.

Abschließend rief Schnitzenbaumer dazu auf, sich auch bei Auseinandersetzungen so zu verhalten, dass man sich weiterhin in die Augen schauen kann. „Unfrieden gibt es in der Welt genug. Wir in unserem kleinen Kosmos sollten das vermeiden.“

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