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Dank an die Stützen der Gesellschaft: Schliersees Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (r.) bei seiner Ansprache. 

Neujahrsempfang 

Verkehr und kein Ende - und keine Lösung

Der Verkehr bewegt die Menschen in Schliersee immer intensiver. Während sich draußen die Autos stauten, sprach auch Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer beim Neujahrsempfang das Thema kurz an – freilich, ohne eine Lösung präsentieren zu können.

Schliersee – Als Franz Schnitzenbaumer (CSU) die ersten Gäste im neuen Teil des Heimatmuseums per Handschlag willkommen hieß, war gerade wieder einer dieser Facebook-Posts online gegangen, die in den vergangenen Monaten viele Reaktionen hervorriefen. Darin ging es: um den Verkehr. Bis zur B307 hinunter staute sich der Ausflugsverkehr auf der Spitzingstraße. Fast zeitgleich mit Schnitzenbaumers Ansprache folgte der nächste Post im Internet. Ein Video, das den Stau auf der Bundesstraße zeigt. Und als Schnitzenbaumer fertig geredet hatte, standen die Autos am Bahnübergang Westenhofen bis vor den Kirchbichl.

Der Verkehr – ob im Sommer oder Winter – scheint die Schlierseer immer mehr zu ärgern. Auch Schnitzenbaumer sprach kurz darüber. „Wir haben eine paradiesische Landschaft, mit die schönste der Welt, würde ich sagen. An solchen Tagen müssen wird das Paradies halt teilen.“ Schliersee habe „eine Millionenstadt vor der Haustür“. Gewissermaßen sei dies Fluch und Segen zugleich. Denn die Münchner würden schon seit dem 19. Jahrhundert nach Schliersee kommen. Sie bringen Verkehr, aber auch Wohlstand. „Wir leben zu einem großen Teil vom Tourismus“, sagte der Bürgermeister. Ohne hätte Schliersee wohl kaum ein so reichhaltiges kulturelles Leben, keine Vitalwelt, keine so vielfältige Gastronomie.

„Nichtsdestotrotz möchte ich nichts kleinreden. Wo die größten Brennpunkte sind, müssen wir versuchen, Lösungen zu finden.“ Eine zündende und umsetzbare Idee – das hat Schliersee mit dem Tegernsee gemein – ist bislang nicht aufgetaucht. Wie berichtet, hat die Gemeinde ein Sachverständigenbüro damit beauftragt, Lösungsansätze zu erarbeiten.

Es war eine der wenigen Passagen, in denen Schnitzenbaumer über Ortspolitik sprach. Es handle sich beim Neujahrsempfang ja nicht um eine Bürgerversammlung, sagte er. Vielmehr gelte es, jenen zu danken, die gewissermaßen das Herz der Schlierseer Gemeinschaft bildeten: die Ehrenamtlichen und Engagierten. Einer wie Hubert Strobl etwa. Als der Chef der Schlierseer Fußballer seine Vision von einem neuen Sportheim vorstellte, „hat ihn irgendwie keiner richtig ernst genommen“, sagte Schnitzenbaumer. „Aber Du hast es geschafft, die Leute und die Mitglieder zu mobilisieren. Da kann die Gemeinde gerne unterstützen.“ Was sie bekanntlich mit einem zinslosen Darlehen über 300 000 Euro tat.

Als Strobls Name fiel, regte sich hörbare Zustimmung bei den Gästen. Schnitzenbaumer nannte weitere Namen, und doch seien sie nur stellvertretend für alle, die sich für die Gemeinschaft engagieren und deshalb zum Empfang eingeladen waren. Schnitzenbaumer beendete seine Ansprache mit den Worten: „Vergesst nie, was Ihr alle geleistet habt für Schliersee. Seid stolz drauf.“

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