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Schlierseer findet Granate, Polizei warnt Wanderer vor ähnlichen Fällen

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Von: Christian Masengarb

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Die Granate im Gras.
Die Granate im Gras. Privat © privat

Ein Spaziergänger hat in Schliersee eine Handgranate gefunden. Diese Fälle häufen sich wegen niedriger Pegel, sagt die Polizei und warnt: Funde nicht anfassen!

Schliersee – Der Schlierseer Marius Lissutzki (46) hat am Samstagmittag beim Spazierengehen am Nordufer der Schlierach in der Nähe des Mühlwegs eine Handgranate aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden – eine deutsche Eihandgranate 39. Er verständigte die Polizei, die den Fundort vier Stunden lang absicherte, bis ein Spezialist aus Ingolstadt eintraf und die Granate entfernte.

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Schlierseer findet Granate, Polizei warnt Wanderer vor ähnlichen Fällen

Sprengstofffunde wie dieser häufen sich zuletzt, sagt die Polizei Miesbach. Dafür seien auch die niedrigen Pegelstände der Gewässer verantwortlich, die den Blick auf lange verborgene Munition freigeben.

Die Polizei weist nochmals darauf hin, gefundene Granaten, Geschosse und Munition keinesfalls zu berühren. Sonst drohe erhebliche Gefahr für Leib und Leben. Geschosse könnten explodieren oder brennen. Teilweise enthalten diese Phosphor, das, wenn es einmal Feuer fängt, nicht gelöscht werden kann und beim Menschen schwerste Verletzungen verursacht. Finder sollen sofort den Polizeinotruf 110 wählen und im Idealfall vor Ort warten, bis eine Streife eintrifft.

Wie heimtückisch Sprengstofffunde sein können, zeigt das Beispiel Lissutzkis. Er habe zunächst nur einen metallenen Gegenstand in der Schlierach gesehen und diesen aufräumen wollen, berichtet seine Frau Meike Peters. Als er die Granate erkannte, warf er sie erschrocken weg und hatte Glück, dass sie nicht explodierte. Da die Familie an dieser Stelle bereits eine Weltkriegshelm gefunden habe, könnten dort weitere Ausrüstung liegen, vermutet Peters. Sie rät Spaziergängern, Eltern und Hundebesitzern zur Vorsicht.

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