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Dank an einen treuen Mann: Schliersees Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (r.) und Geschäftsleiter Jörn Alkofer (l.) gratulieren Albert Landstorfer zum 40-jährigen Dienstjubiläum. Seit 28 Jahren ist Landstorfer im Personalbüro und der Bauhofverwaltung tätig. 

Albert Landstorfer hat schwere Krankheit überstanden

Rathausmitarbeiter hätte sein Dienstjubiläum fast nicht erlebt

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Gleich zwei Sechser im Lotto hatte der Schlierseer Rathausmitarbeiter Albert Landstorfer: Er arbeitet seit 40 Jahren in seinem Traumjob - und hat eine schwere Krankheit überstanden.

Schliersee – Albert Landstorfer (56) ist ein Mann, den so schnell nichts aus der Bahn wirft. In den 40 Dienstjahren, die er mittlerweile im Schlierseer Rathaus zugebracht hat, hat er schon fast jede Situation durchlebt – und in seiner „pragmatischen Art gut geregelt“, wie Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer lobend hervorhebt. Doch als ihn im vergangenen Jahr eine schwere, seltene Krankheit wie ein Blitz aus heiterem Himmel traf, war plötzlich nichts mehr wie zuvor. Ein halbes Jahr war Landstorfer außer Gefecht. Dass er jetzt wieder an seinem Schreibtisch sitzt, hat er nicht nur seinem Kampfeswillen zu verdanken. „Ich hatte auch großes Glück“, sagt der 56-Jährige. „Gewissermaßen zwei Sechser im Lotto.“

Als einen solchen Volltreffer empfindet der Schlierseer auch seine Tätigkeit im Rathaus. „Ich mache meinen Job gerne“, schwärmt er. Seit er mit 16 Jahren seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten anfing, hat sich daran nichts geändert. Seine erste Station hatte Landstorfer im Einwohnermelde- und Passamt – das heutige Bürgerbüro. Nach dem Wehrdienst trat Landstorfer seine Tour durch die verschiedenen Fachbereiche an. Auch mit Verkehrs- und Bausachen beschäftigte er sich eine Zeit lang. „Wir haben damals viele verschiedene Abteilungen kennengelernt“, erinnert er sich.

Seine berufliche Heimat fand Landstorfer vor 28 Jahren im Personalbüro. Kurz darauf kam auch noch die Bauhofverwaltung mit dazu. „Ich bin der Kaufmann im Hintergrund“, meint der Schlierseer und lacht. Vor allem der Bauhof hat es ihm angetan. Für die Sauberkeit im Ort zu sorgen und damit den Bürgern etwas Gutes zu tun, das ist genau nach Landstorfers Geschmack. Nicht nur deshalb hält sein Chef große Stücke auf ihn. „Er weiß alles und ist ein sehr wertvoller Mitarbeiter“, lobt Schnitzenbaumer. Umso glücklicher ist der Rathaus-Chef, dass Landstorfer seine Krankheit gut überstanden hat.

Etwas geblieben ist ihm trotzdem: eine andere Lebenseinstellung. „Ich habe gelernt, mir nicht mehr alles so zu Herzen zu nehmen und manche Dinge mit mehr Ruhe anzugehen“, sagt der 56-Jährige. Und er weiß jetzt noch mehr als früher zu schätzen, jeden Tag aufstehen und in die Arbeit gehen zu können. Ein größeres Glück als jeder Lottogewinn.

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