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Das Fahrrad von Robert Eixenberger, hier in Myanmar, ist immer voll bepackt.

Schlierseer mit dem Rad nach Australien

Akku in Thailand wieder aufladen

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Schliersee/Australien - Vor vielen Monaten brach der Schlierseer Robert Eixenberger (27) mit dem Rad nach Australien auf. Mittlerweile ist er angekommen. Er erzählt, was er auf dem Weg durch Asien erlebt hat.

Seit der Schlierseer Robert Eixenberger vor rund einem Jahr zu seiner ganz besonderen Reise aufgebrochen ist, hat er mehr erlebt, als in einen Artikel passt. Soviel Neues und Spannendes muss verarbeitet werden. Das hat der Schlierseer nun auch festgestellt und erst mal Urlaub vom Urlaub gemacht.

Anfang des Jahres war der 27-Jährige noch in Indien. Von Neu Delhi hatte er in seinem Blog nicht viel Gutes zu berichten. Die Bankkarte ist ihm dort gebrochen, so musste er noch einige Tage länger in der indischen Großstadt ausharren, bis er wieder an sein Geld gelangte. Nach zwei Wochen habe er die versmogte Stadt verlassen können. Es ging weiter in Richtung Australien.

In manchen Gegenden zog Eixenberger das Hotel dem Zelt vor – einen Überfall wie in der Türkei wollte er nicht noch einmal erleben. Doch auch ohne nächtliche Besuche ging nicht alles glatt. „Ich merkte schon den ganzen Tag, dass etwas mit dem vorderen Gepäckträger nicht stimmte“, erzählt der Radfahrer in einem Eintrag. Kurz danach brach ihm eine Schraube und er musste zurück zum Hotel, um den Schaden zu beheben. Auch danach lief es nicht reibungslos. Auf dem Weg nach Chattarpur wählte der Schlierseer den falschen Weg und musste 20 Kilometer mehr strampeln als geplant. Und weil dann noch Schmerzen am Fuß dazu kamen, nahm Eixenberger schnurstracks bis Kalkutta den Zug.

Eixenberger verbrachte einige Nächte im Dschungel - ein Abenteuer

Die Route in diesem Jahr

Als Nächstes durchquerte der Schlierseer dann Bangladesch. Als er die Grenze zu Myanmar erreichte, stand er vor einem erneuten Problem: kein gültiges Visum. „Nach mehreren Telefonaten stellte sich heraus, dass ich nach Dhaka reisen musste, um mein Visum zu beantragen“, erzählt der 27-Jährige. Das bedeutete wieder einen Umweg – diese 180 Kilometer hin und wieder zurück reiste Eixenberger im Bus. Letztendlich klappte alles und der Radler konnte Myanmar hinter sich lassen.

Es liege eine Welt zwischen Mittel- und Südostasien, schreibt Eixenberger in seinem Blog. „Was mir sofort auffiel, war, dass mir die Menschen wieder ins Gesicht sahen und nicht auf mein Rad oder die Taschen“, erzählt er. Eixenberger radelte an Kalewa vorbei in ein neues Abenteuer: den Dschungel. Allein war der Schlierseer hier keineswegs, Schlangen begleiteten seine Fahrt.

Der Weg durch den Dschungel war für den Schlierseer ein Balanceakt. Einerseits war es gut, beim Fahren viele Vibrationen auf den Boden zu übertragen, damit die Schlangen das Weite suchen. Andererseits musste der 27-Jährige höllisch Acht geben, nicht auf eine der Dschungelbewohnerinnen zu treten. Als es auf die Nacht zuging kam die nächste Herausforderung: das Zelt an einem sicheren Ort aufstellen.

Von den vielen Eindrücken war der Kopf voll

Während Eixenberger das Zelt aufstellte, fiel ihm etwas Ungewöhnliches auf: „Am Rand der Schneise entdeckte ich unzähliges gebrochenes Holz.“ Sein Verdacht: Elefanten. Er baute das Zelt am Rand auf und hatte Glück. Die Nacht überstand er ohne unangenehmen Besuch. Schlaf bekam er dennoch nicht viel, schließlich musste er immer wieder Schlangen vertreiben. Nach einigen Nächten ließ Eixenberger den Dschungel hinter sich.

Als er durch Myanmar durch war, fasste der radelnde Schlierseer einen Entschluss: Es war an der Zeit Urlaub zu machen. Der Kopf war voll von den vielen Eindrücken der Reise. In Thailand traf Eixenberger Freunde, die auf einer kleinen Insel in der Nähe von Ranong Urlaub machten. „Das war genau das, was ich brauchte, danach war ich bereit zur Weiterfahrt“, schreibt der Schlierseer. Und die sah so aus: bis zum südlichsten Ende Thailands, durch Malaysia und bis nach Bali – mittlerweile hat der Schlierseer Australien erreicht.

Bilder von Robert Eixenbergers Reise

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