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Bereit für eine neue Saison: Mit seinem Zamboni nimmt Eismeister Stefan Hornfeck an der Eisfläche am Freudenberg den letzten Schliff vor. Ab heute ist das Schlierseer Natureisstadion wieder geöffnet – so lange es kalt genug ist.

Schliersees Natureisstadion macht wieder auf

Viel Arbeit für ein paar Stunden auf dem Eis

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Es gibt Dinge, die gibt es nur noch, weil Herzblut drinsteckt. Dazu gehört das Natureisstadion, das die Eishockey-Abteilung des TSV Schliersee am Freudenberg unterhält. Ab heute öffnet das kleine Rund wieder seine Türen, um Groß und Klein zum Schlittschuhlaufen einzuladen.

Dafür ist Eismeister Stefan Hornfeck seit Tagen im Einsatz. Denn das Eismachen auf der Asphaltdecke braucht Zeit, Geduld – und nicht zuletzt Glück mit den Temperaturen, denn eine Kälteanlage hat das Eisstadion unter freiem Himmel nicht. Millimeterweise baut Hornfeck das Eis auf – morgens ab 6.30 Uhr und abends bis 24 Uhr, wenn es Minusgrade hat. „Gut sind vier bis fünf Grad unter Null“, erklärt er. Dann sei es auch egal, wenn es tagsüber bis zu zehn Grad warm wird. „Entscheidend sind die Nächte, damit das Eis frieren kann.“

Vier Tage braucht Hornfeck im Schnitt, bis das Eis fertig ist: Wasser auftragen und warten, bis es gefroren ist, dann die nächste Lage. Es könnte schneller gehen, doch macht da die alte Asphaltdecke mit ihren Löchern nicht mit. „Die muss ich erst mit Schnee einmatschen, damit das Wasser nicht abfließt.“ Zweieinhalb Tage brauche er in etwa dafür. Mit einer neuen Asphaltdecke ginge es deutlich schneller, doch die ist teuer: 32 000 Euro müsste der TSV für die 1800 Quadratmeter aufbringen – trotz 50-prozentiger Förderung.

Also muss es ohne gehen. „Es braucht schon Idealismus, das Eis für einige wenige Tage zu machen“, gibt Hornfeck zu. Doch die Resonanz bei den Schlierseern sei die Mühe wert: Rund 50 Besucher kommen werktags tagsüber, etwa 60 abends und am Wochenende bis zu 130. Im vergangenen Jahr hatte das Stadion sogar 36 Tage geöffnet – ein Rekord. Doch im Jahr zuvor waren es nur drei Tage. „Wir wissen nie, wie lange unsere Saison geht.“

Aber das Stadion gehöre zu Schliersee, findet Hornfeck, und wer einmal unter freiem Himmel gefahren sei, der komme wieder. „Außerdem sollen die Kinder Schlittschuhfahren lernen.“ Auch wenn der See nicht zufriert.  ddy

Das Natureisstadion

hat ab heute täglich bei passender Witterung geöffnet. Von 14 bis 17 Uhr ist Eislauf, der Abendlauf findet dienstags und freitags von 19 bis 21.30 Uhr statt. Eintritt: Erwachsene zwei, Kinder einen Euro. Aktuelle Infos zu Öffnung und Abendvermietung: z 0 80 26 / 21 77, www.eisstaddion-schlier see.de. Am Faschingsdienstag haben Maschkara freien Eintritt und bekommen einen Krapfen.

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