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Bleibt vorerst weiter leer: Die frühere Hypovereinsbankfiliale in Schliersee.

„Wir müssen da tätig werden“

Schliersee: Gemeinderat gegen Spielhalle in ehemaliger Hypovereinsbank

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Für die leer stehende Ex-Filiale der Hypovereinsbank in Schliersee gäbe es eine Nachnutzung als Spielhalle. Doch der Gemeinderat sagt Nein – und das entschieden.

Schliersee – Automaten, die Geld ausspucken oder schlucken: Eigentlich nichts neues im Erdgeschoss eines Geschäftsgebäudes an der Miesbacher Straße im Schlierseer Zentrum. Bis zur Schließung am 31. Oktober 2014 befand sich hier die Schalterhalle der Hypovereinsbank. Just in diesen Räumen wollte nun ein Interessent erneut mit Geld betriebene Automaten aufbauen. Allerdings nicht zum Sparen oder Anlegen, sondern zum Zocken: in einer Spielhalle. Die entsprechende formlose Anfrage hatte nun das Schlierseer Rathaus erreicht, berichtete Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU) im Gemeinderat.

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Schliersee: Gemeinderat gegen Spielhalle in ehemaliger Hypovereinsbank

Stand jetzt sei eine solche Nutzung im vorliegenden Mischgebiet zulässig, erklärte der Rathauschef. Für eine Zustimmung plädierte er deshalb aber nicht – im Gegenteil: „Wir waren bisher immer gegen solche Vorhaben“, erinnerte Schnitzenbaumer die Gemeinderat. So haben man auch andernorts im Gemeindegebiet Spielotheken in der Vergangenheit stets eine Absage erteilt. Dies empfahl Schnitzenbaumer auch diesmal. „Wir müssen da tätig werden, sonst können wir uns später nicht mehr dagegen wehren.“ Dann nämlich, wenn der Interessent einen Antrag einreiche. Um dem zuvorzukommen, schlug der Rathauschef eine Bebauungsplanänderung mit dem sofortigen Erlass einer Veränderungssperre vor. „Sonst kriegen wir die Spielhalle.“

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Bauamtsleiterin Birgit Kienast erklärte, dass man dazu das Rad nicht neu erfinden müsse. Der bestehende Bebauungsplan für das angrenzende Mischgebiet schließe Spielhallen bereits aus. „Wir brauchen den Geltungsbereich also nur ausweiten“, sagte Kienast. Beispielsweise bis zum Café Jennerwein. Astrid Leitner (CSU) war das noch nicht weit genug. Ihr wäre lieber, den Spielhallenausschluss bis zur Bundesstraße auszudehnen, meinte Leitner. Noch einen Schritt weiter ging Gerhard Krogoll (CSU). Er riet seinen Ratskollegen, Spielotheken mit einem vereinfachten Bebauungsplan im gesamten Zentrum von Schliersee zu unterbinden. „Sonst schieben wir das Problem nur vor uns her“, warnte Krogoll.

Der Bürgermeister und Geschäftsleiter Jörn Alkofer blieben skeptisch. „Das wäre eine Negativplanung“, sagte Alkofer. Und damit ohne ausreichende städtebauliche Begründung „stark angreifbar“, ergänzte Schnitzenbaumer. Als Kompromiss schlug Bauamtsleiterin Kienast vor, zumindest noch die direkt an der Miesbacher Straße bis zum Kreuzungsbereich gelegenen Gebäude in den Geltungsbereich des Bebauungsplans zu integrieren und damit vor einer möglichen Spielhallen-Gefahr zu schützen. Sowohl dieser Beschluss, als auch den Erlass der Veränderungssperre fällten der Gemeinderat einstimmig. Der Bürgermeister versprach, alles schnellstmöglich umzusetzen. „Wir werden das jetzt gleich bekannt machen.“

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