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Schutzgemeinschaft fordert: Jetzt keine Beschlüsse zum Forsthaus Valepp

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Steht seit Jahren leer: das Forsthaus Valepp. Über die Pläne von Manuel Neuer und seinem Partner wird demnächst wieder beraten.
Steht seit Jahren leer: das Forsthaus Valepp. Über die Pläne von Manuel Neuer und seinem Partner wird demnächst wieder beraten. © THOMAS PLETTENBERG

Nachdem Kulturerbe Bayern Interesse am Forsthaus Valepp bekundet hat, soll der Marktgemeinde Schliersee erstmal abwarten. Das fordert die Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal.

Schliersee – Die Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal (SGT) begrüßt das Interesse von Kulturerbe Bayern am Forsthaus Valeppund verknüpft dies mit der Forderung, die Entscheidung der Stiftung/des Vereins über eine Bewerbung abzuwarten. „Dies betrifft weitere Beschlüsse des Marktes Schliersee, aber auch die noch nicht entschiedene Forsthaus Valepp-Petition an den Bayerischen Landtag“, schreibt die SGT in einer Pressemitteilung. Eine Forderung, die Schwierigkeiten aufwirft, denn einen eingereichten Bauantrag kann die Gemeinde nicht einfach so liegen lassen, nach einer gewissen Frist tritt die Zustimmung automatisch ein. Und wie lange Kulturerbe Bayern benötigt, um ein Renovierungskonzept mitsamt Finanzierung vorzulegen, steht in den Sternen. Die Entscheidung über die aktuellen Pläne des Bewerber-Duos Johannes Rabl/Manuel Neuer steht – ebenso wie der weitere Ortstermin – nächste Woche an. Rabl & Co. hatten den Entwurf nach dem vorherigen Ortstermin abgespeckt.

SGT will keinen „hochpreisigen Hotelbetrieb“ - Rabl übrigens auch nicht

Ungeachtet dessen erneuert die SGT Vorhaltungen, die Rabl und auch die Bayerischen Staatsforsten als für das Forsthaus zuständige Stelle längst als unzutreffend gegeißelt haben. So schreibt die SGT von einem „hochpreisigen Hotelbetrieb“ und davon, dass „von den Investoren die Öffnung der gesperrten Forststraße von Schliersee ins Spiel gebracht“ wurde. Selbst wenn letzteres zu irgendeinem Zeitpunkt im bisherigen Verfahren der Fall gewesen sein sollte, ist das Thema längst vom Tisch.

Bedenken wegen nachträglicher Änderungen

Einige Forderungen der Schutzgemeinschaft decken sich mit dem, was Rabl und Neuer ohnehin vorhaben. Die Krux bleibt die Vergabe im Erbbaurecht, wie sie die Staatsforsten vorhaben, was aber der Haushaltsausschuss des Landtags beschließen muss. Die SGT fordert ebenso wie die Verfasser der Petition, dass das Forsthaus uneingeschränkt im Eigentum des Freistaats bleibt. Nur so ließe sich auch verhindern, was die SGT fürchtet, nämlich dass nach Abschluss der Bauarbeiten weitere Begehrlichkeiten seitens des Investors auftauchen oder gar Tatsachen geschaffen werden, die schwerlich wieder rückgängig zu machen sind.

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