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Sechs Einsätze in drei Tagen: Turbulente Tage für die Bergwacht Schliersee

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Von: Sebastian Grauvogl

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Auf der Suche nach dem Ursprung der Blinkzeichen an der Burgruine Hohenwaldeck waren die Einsatzkräfte der Bergwachten Schliersee und Hausham
Auf der Suche nach dem Ursprung der Blinkzeichen an der Burgruine Hohenwaldeck waren die Einsatzkräfte der Bergwachten Schliersee und Hausham am Donnerstag, 4. August, gegen 22 Uhr. © Bergwacht Schliersee

Turbulente Tage liegen hinter der Bergwacht Schliersee. Sechs Einsätze mussten die Kräfte innerhalb von drei Tagen ableisten. Und das Wochenende steht erst noch bevor...

Schliersee - Der wohl überflüssigste Einsatz kam nach Einbruch der Dunkelheit. Am Donnerstag, 4. August, gegen 21.50 Uhr meldeten mehrere Anrufer ein blinkendes Licht im Bereich der Felsen um die Burgruine Hohenwaldeck. Der Einsatzleiter der alarmierten Bergwacht Schliersee zögerte nicht und schickte acht Bergretter auf unterschiedlichen Wegen in Richtung Ruine. Zudem forderte er die Drohne der Bergwacht Hausham zu einem Überflug des Steilgeländes an. Letztlich trafen die Einsatzkräfte dort aber keine Wanderer in Bergnot an, sondern drei junge Burschen, die im absturzgefährdeten Gelände ein Nachtlager aufgeschlagen hatten. Die Bergwachtler begleiteten sie auf eine sichere Wiese und beendeten gegen 0.30 Uhr einen anstrengenden Tag.

Polizeibeamter bei Übung in Schlucht verletzt

Der begann am frühen Nachmittag. Gegen 13.30 Uhr wurde die Bergwacht zu einer steilen Schlucht in der Nähe des Forsthaus Valepp gerufen. Dort war ein Polizeibeamter bei einer Übung über der Weißen Valepp bei der Bergkapelle Maria Hilf abgestürzt und hatte sich eine Oberschenkfraktur zugezogen. Der Notarzt der Bergwacht und vier Retter begleiteten die Bergung des Mannes mittels Hubschrauberwinde.

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Weniger als eineinhalb Stunden nach Einsatzende folgte schon der nächste Zwischenfall. Gegen 16.18 Uhr war eine Radfahrerin aus Isny im Allgäu auf der Forststraße bei der Stockeralm am Spitzingsee gestürzt. Vier Bergwachtler versorgten ihre Knieverletzung und übergaben sie an den Landrettungsdienst.

Gleitschirmpilot am Jägerkamp abgestürzt

Kaum war das erledigt, ging um 17.11 Uhr erneut der Alarm. Ein Gleitschirmpilot war im Bereich der Jägerbauernalm am Jägerkamp abgestürzt. Der Einsatzleiter forderte umgehend einen Hubschrauber an, der vier Flugretter der Bergwachten Schliersee und München am Zwischenlandeplatz in Neuhaus aufnahm und dann an der Einsatzstelle zusammen mit einem Notarzt per Seilwinde absetzte. Da anfangs zu befürchten war, dass sich der Gleitschirmflieger in einem Baum verfangen hat, brachte der Helikopter noch weitere Kräfte an den Unfallort. Glücklicherweise hatte es der Mann aber schon allein auf den Boden geschafft, so dass die Retter hier sofort mit der Behandlung seines Wirbeltraumas beginnen konnten.

Knöchelbruch am Taubenstein

Bereits am Mittwoch, 3. August, waren die Schlierseer Bergwachtler gegen 13.30 Uhr zu einer gestürzten Wanderin im oberen Teil des Lochgrabens am Taubenstein gerufen worden. Fünf Retter kümmerten sich um den gebrochenen Knöchel der Urlauberin aus Suhl bei Erfurt und brachten sie mit dem ATV-Geländefahrzeug zum Bergrettungsfahrzeug an der Schönfeldalm und damit weiter bis runter zum Spitzing, wo gegen 16 Uhr schon der Landrettungsdienst wartete.

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Nicht zu vergessen war auch der Auftakt des Einsatzmarathons am Dienstag, 2. August, als die Bergwacht Schliersee mit sieben Einsatzkräften und die Bergwacht Hausham mit vier Leuten an der Suche nach der nach einem Besuch im Freilichtmuseum von Markus Wasmeier vermissten 83-jährigen aus Bad Aibling beteiligt. Wie berichtet, tauchte die Frau noch am selben Abend wohlbehalten an ihrem Wohnort auf.

sg

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