RVO, Bus, Schliersee
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Senioren fahren gratis mit: ab 1. April gilt das Angebot für alle Ü65-Jährigen auch in Schliersee.

Ausgabe im Bürgerbüro

Seniorenticket für RVO-Busse: Schliersee ist ab April dabei

  • Sebastian Grauvogl
    vonSebastian Grauvogl
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Alles einsteigen, bitteschön: Eine Aufforderung, der nun auch der Schlierseer Gemeinderat nachgekommen ist. Ab 1. April können alle Bürger über 65 gratis Bus fahren.

Schliersee – Von Schliersee bis Landsberg am Lech und wieder zurück – und das, ohne einen Cent zu bezahlen: All das geht mit dem Seniorenticket für die Busse der Regionalverkehr Oberbayern (RVO) GmbH, dessen Einführung immer mehr Gemeinden im Landkreis beschließen. Jetzt hat sich auch Schliersee zum Zustieg entschieden. Abfahrt ist bereits am 1. April – ganz ohne Scherz.

In der Bürgerversammlung kam die Frage auf, ob denn nicht auch die Marktgemeinde die Gratis-Fahrten für ihre Bürger ab 65 Jahren anbieten könne, erinnerte Rathauschef Franz Schnitzenbaumer (CSU) nun im Gemeinderat. Daraufhin habe die Verwaltung umgehend Gespräche mit der RVO aufgenommen. „Mit einem guten Ergebnis“, sagte Schnitzenbaumer. „Wir haben eine einfache, finanzierbare Lösung gefunden.“

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Wie in anderen Gemeinden auch, bietet das Verkehrsunternehmen den Schlierseer Senioren ermäßigte Tagestickets an. Im Gegenzug beteiligt sich die Gemeinde an der Finanzierung. Geht man von 250 bis 300 Fahrten aus, fallen monatliche Kosten von 1500 bis 1800 Euro an, erklärte Geschäftsleiter Jörn Alkofer. Die Ausgabe der elektronischen Tickets erfolge gegen ein kleines Pfand ab 1. April im Bürgerbüro. Alkofer schlug vor, das Angebot vorerst bis Ende des Jahres zu befristen und dann über eine Fortsetzung zu entscheiden. Die Gemeinderäte fällten den Beschluss einstimmig.

Zwei andere Anregungen aus der Bürgerversammlung wird Schliersee nicht umsetzen – aus unterschiedlichen Gründen. Ein Gratis-Ticket für Kinder und Jugendliche mache wenig Sinn, weil es bereits das Oberlandler-Schülerticket des Landkreises gebe, so Schnitzenbaumer. Damit sei die Zielgruppe ohnehin schon ausreichend versorgt. Landkreisweit entschieden werden müsse letztlich auch das sogenannte Bürgerticket. „Die RVO würde das sehr begrüßen, aber es hat keinen Sinn, wenn es eine Gemeinde alleine einführt“, erklärte der Bürgermeister. Vielmehr müsse sich der neue Kreistag nach der Wahl darüber Gedanken machen.

Ernst Höltschls (SPD) Empfehlung, im Beschluss zum Seniorenticket ein Signal an das Kreisgremium anzuhängen, hielt Schnitzenbaumer für überflüssig. Das Thema sei ohnehin im neuen Nahverkehrsplan enthalten. „Und da sollten wir nicht vorgreifen.“ 

sg

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