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Haben es geschafft: Die beiden Sitzfleisch-Challenge-Finalisten Matthias Bulla und Daniela-Yvonne Panzenböck verbrachten mehr als vier Tage auf dem Spinning-Rad.  

300.000 erreichte Personen auf Facebook

Sitzfleisch-Challenge: Es ist vorbei

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Nach mehr als vier Tagen steigen die beiden Finalisten der Sitzfleich-Challenge vom Rad. Daniela-Yvonne Panzenböck bleibt eine Sekunde länger sitzen und gewinnt damit den Wettbewerb. 

Update Mittwoch, 11. Oktober, 10.30:

Am späten Dienstagabend, nach 101 Stunden, sind die beiden Finalisten, Daniela-Yvonne Panzenböck und Matthias Bulla von den Spinning-Rädern gestiegen. Bulla verließ nach über vier Tagen eine Sekunde vor Panzenböck das Rad und ist somit Vize-Sitzer. 

Ursprünglicher Artikel Dienstag, 10. Oktober:

Schliersee –  Was sich derzeit in der Schlierseer Vitalwelt abspielt, ist kaum zu fassen: Daniela-Yvonne Panzenböck aus Gaißach (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) und Matthias Bulla aus München verbringen im Rahmen der Sitzfleisch-Challenge seit Freitagabend, 18 Uhr, Tag und Nacht auf Spinningrädern.Angetreten waren insgesamt acht Kandidaten. „Dass es so lange geht, hätte ich nie gedacht“, sagt Mathias Schrön, Leiter der Gäste-Info Schliersee, die die Veranstaltung konzipiert hat. „Ich habe damit gerechnet, dass sie am Samstagabend oder spätestens am Sonntag absteigen.“ Freuen darf er sich trotzdem, denn: Je länger der Wettbewerb dauert, desto mehr Aufmerksamkeit schürt das kuriose Wettsitzen. 

Das Ziel: Den Bekanntheitsgrad von Schliersee steigern

Ziel der Sitzfleisch-Challenge war es nämlich von Anfang an, den Bekanntheitsgrad des Markts Schliersee zu steigern. Das dürfte den Organisatoren auch gelungen sein – zumindest wenn man den Zahlen Glauben schenken mag. Die sprechen nämlich eine eindeutige Sprache: Die Videos, die Schrön und sein dreiköpfiges Online-Team um Daniel Wagner, Alexander Kraus und Benjamin Häntzschel seit Freitagabend auf der extra eingerichteten Homepage veröffentlicht haben, wurden inzwischen rund 150.000 Mal aufgerufen. Alle Facebook-Nutzer zusammen haben gut 67.000 Minuten an Videomaterial angeschaut. Und: Etwa 300.000 Personen – darunter auch aus anderen Ländern wie beispielsweise Australien – haben die Schlierseer auf der Social-Media-Plattform mit ihrer Aktion erreicht. 

„Das konnte man in der Dimension natürlich nicht planen“

Und damit wurden die gesteckten Ziele bei Weitem übertroffen. „Das konnte man in der Dimension natürlich nicht planen“, gibt Schrön zu. Dennoch freut sich der Touristiker, denn: „Ich erwarte mir eine gewaltige Steigerung des Bekanntheitsgrades von Schliersee.“ 

Die Gesundheit der Teilnehmer steht an oberster Stelle

Böse Zungen behaupten, die Schlierseer würden ihre Bekanntheit auf Kosten der Gesundheit der Kandidaten steigern. Die steht für den Veranstalter aber an oberster Stelle, wie Schrön betont. Zum einen haben alle acht Teilnehmer vor dem Start der Challenge am Freitag im Medius einen Gesundheits-Check absolviert. Zum anderen hat Allgemeinmediziner Dr. Sascha Dombrowsky bereits zwei Mal zur klinischen Untersuchung vorbeigeschaut. Heißt: Blutdruck, Puls, Sauerstoffsättigung und eine gründliche Untersuchung der Beine. Der Schlierseer sieht die Gesundheit der Finalisten nicht gefährdet: „Die beiden sind gesundheitlich topfit, die können da auch noch zehn Tage sitzen.“ 

„Der Schlafentzug verursacht auf Dauer psychischen Stress“

Anlass zum Abbruch sieht Dombrowsky nicht, die einzige körperliche Gefahr sei eine Thrombose. „Aber das sind junge Menschen und sie bewegen auf dem Rad ja immer wieder die Beine“, sagt der 38-Jährige. „Da ist das Risiko relativ gering.“ Ohnehin, darin sind sich inzwischen alle einig, wird die Challenge im Kopf entschieden. „Der Schlafentzug verursacht auf Dauer psychischen Stress“, sagt der Allgemeinmediziner. 

„Ich glaube, dass sie die 100 Stunden noch vollmachen wollen“

Wie lange die beiden noch durchhalten, ist also schwer zu sagen – Schrön wagt dahingehend keine Prognose mehr. „Ich glaube, dass sie die 100 Stunden noch vollmachen wollen“, sagt der Organisator. „Ob es vorher einen runterdrischt, weiß ich nicht.“ Wie es nach dieser Marke, die am Dienstagabend gegen 22 Uhr erreicht ist, weitergehen wird, ist unklar. Zeit hätten beide Finalisten: Bulla hat Urlaub, und Panzenböck ist Freiberuflerin. „Wenn es so weit kommen sollte, dann werden wir Dr. Dombrowsky noch einmal holen und dann gemeinsam entscheiden, was wir tun müssen.“ 

Im Zuge dessen sollte Dombrowsky vielleicht auch bei Schrön nach dem Rechten sehen. Parallel zur Sitzfleisch-Challenge läuft nämlich der Schlierseer Kulturherbst. Auch der verlange ihm einiges ab, gibt Schrön zu: „Seit Donnerstag habe ich genau elfeinhalb Stunden geschlafen.“

hb

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