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Will was aus Schliersee machen: Unternehmer Franz Kroha (r.), hier mit Philipp Lahm.

„Ich möchte die Gemeinde  unterstützen, etwas zu entwickeln“

Sixtus-Chef will groß in Schliersee investieren

Schliersee – Franz Kroha ist in Schliersee vor allem wegen der Neuansiedlung seiner Firma Sixtus Gesprächsthema. Doch sein wirtschaftliches Engagement geht weit darüber hinaus.

Bekanntlich gehört ihm auch der leer stehende Gasthof Zur Post, und sogar auf das alte Schulhaus hat er ein Auge geworfen. Er hatte der Gemeinde ein Kaufangebot unterbreitet und gleich auch Pläne vorgelegt. „Ich möchte die Gemeinde dabei unterstützen, dort etwas zu entwickeln“, sagt Kroha. Bekanntlich will Schliersee seine Ortsmitte rund um das alte Schulhaus überplanen. Der Gemeinderat kommt deshalb zu eigenen Arbeitssitzungen zusammen, zum ersten Mal am Montag, 20. Juni. Weil die Entscheidungsträger derzeit gar nicht wissen, wie es im Ortskern weitergeht, liegt das Kaufangebot auf Eis. Aber das Interesse ist hinterlegt.

Dass der Gemeinderat über die Anfrage – das Angebot galt nur bis Ende März – erst danach informiert wurde, kritisierte Michael Dürr (PWG) zuletzt heftig. Er findet, Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU) hat damit seine Kompetenz überschritten. Der weist den Vorwurf mit dem Hinweis zurück, Kroha habe das Angebot ohnehin zurückgezogen. Als sicher gilt aber, dass der Gemeinderat zum jetzigen Zeitpunkt ohnehin abgelehnt hätte.

Derweil tut sich etwas beim Gasthof Zur Post. Wie Kroha erklärt, befasst sich derzeit ein Hotelplaner damit, ein Konzept für das seit langen Jahren leerstehende Haus zu entwickeln, und hat seine Arbeit fast beendet. Das Konzept soll Grundlage eines Bauantrags sein, und Kroha hofft, noch heuer eine Genehmigung zu bekommen, damit nächstes Jahr der Umbau über die Bühne gehen kann. Ein modernes Hotel stellt sich Kroha vor. Wichtig für Schliersee: der Saal soll erhalten bleiben. Neben Vereinsveranstaltungen hat der Eigentümer besonders auch Hochzeitsgesellschaften im Blick. Bekanntlich werden in Schliersee jährlich über 200 Ehen geschlossen, und der Gasthof Zur Post wurde bis zu seiner Schließung gern für Kurzaufenthalte gebucht.

Was Kroha nicht plant, ist eine Gastronomie. Diesbezüglich sei Schliersee gut aufgestellt. Über Betreiber oder Pächter möchte er erst entscheiden, wenn das Konzept steht.

dak

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