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Zahlreiche Skifahrer und Snowboarder kamen ins Skigebiet Spitzingsee, hier die Talstation der Stümpflingbahn, nachdem sich das Schnee-Chaos vom Januar gelegt hatte. Sie fanden ideale Bedingungen vor.

An Spitzing und Sudelfeld warten noch gute Bedingungen

Skigebiete blasen zum Endspurt - und ziehen eine erste Bilanz des Chaos-Winters

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Endspurt für Pistenfans: Die beiden großen Skigebiete im Landkreis Miesbach öffnen am Wochenende zum letzten Mal für diesen Winter ihre Lifte. Es war eine Saison mit vielen Aufs und Abs.

Spitzingsee/Bayrischzell – Es sind vor allem die einheimischen Skifahrer und Snowboarder, die dieser Tage noch die Bretter unter die Füße schnallen und die Skigebiete Spitzingsee-Tegernsee und Sudelfeld aufsuchen. Ihr Durchhaltevermögen macht sich bezahlt: Noch immer liegt am Berg reichlich Schnee, die Pistenbedingungen sind – je nach Tageszeit und Temperatur – bemerkenswert gut. Immerhin ist es bereits Anfang April. Somit sind die letzten Tage der Saison 2018/2019 eingeläutet: Noch bis diesen Sonntag, 7. April, laufen an Spitzing und Sudelfeld die Liftanlagen, dann ist erst mal Schluss. „Dass es jetzt wieder ein bisserl kühler geworden ist, war für die Pistenverhältnisse nicht schlecht“, sagt Alpen-Plus-Sprecherin Antonia Asenstorfer. Im Skigebiet Spitzingsee-Tegernsee haben zum Finale hin noch neun von zehn Pisten geöffnet, lediglich die Grünsee-Abfahrt wurde bereits dichtgemacht.

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Auch die Anfahrt zum Sudelfeld lohnt sich an diesem Wochenende noch. „Bis Mittag sind die Bedingungen top“, sagt Egid Stadler, Geschäftsführer der Bergbahnen Sudelfeld. Später am Tag verwandelt sich die Unterlage aufgrund der Frühlingstemperaturen naturgemäß in eine Sulzschnee-Masse. Am Sudelfeld sind am Freitag und am Wochenende noch einmal sämtliche großen Sessellifte in Betrieb, lediglich die kleineren Schlepper haben ihren Betrieb laut Stadler bereits eingestellt.

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Schon jetzt hat das Sudelfeld die Marke von 200.000 Fahrgästen geknackt, rund 120 Betriebstage kamen zusammen. War es damit ein guter Winter für das Bayrischzeller Skigebiet? „Es war vor allem ein spannender Winter“, entgegnet der Bergbahnen-Chef, dem diese Saison nach eigener Aussage das eine oder andere graue Haar mehr beschert hat.

Getrübt wurde die Bilanz freilich durch das Schnee-Chaos und die Wetterkapriolen im Januar. „Da sind zum Teil alle Anlagen still gestanden, auch am Wochenende“, berichtet Stadler. Hinzu kam die mehrfache Sperrung der Zufahrtsstraßen wegen akuter Lawinengefahr. Entschädigt wurden die Liftbetreiber in den darauffolgenden Monaten: „Der Februar war hervorragend, der März auch“, berichtet Stadler. Nach den Faschingsferien riss der Besucherstrom dann ab. Nichts Ungewöhnliches: Erfahrungsgemäß bleiben die Ausflügler aus, sobald der Frühling so richtig hereinbricht.

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Für das Gebiet Spitzingsee-Tegernsee zieht Asenstorfer eine ähnlich gemischte Bilanz. „Es war ein guter Winter, aber kein sehr guter Winter“, sagt die Pressesprecherin. Auch hier liegen die Gründe auf der Hand. Am 15. Dezember konnten die Lifte ihren Betrieb zwar aufnehmen, das Schnee-Chaos im Januar bescherte dem über Spitzingsee und Rottach-Egern erreichbaren Skigebiet aber insgesamt fünf Schließtage und etliche Betriebseinschränkungen. „Als sich die Wetterlage dann beruhigt hatte, hatten wir natürlich tolle Schneeverhältnisse“, erklärt Asenstorfer.

Das zog in den folgenden Wochen zahlreiche Brettlfans an. „Vor allem der Februar war ein außergewöhnlich guter Monat“, berichtet die Sprecherin. Dadurch konnte das Skigebiet die Ausfälle nahezu kompensieren. Insgesamt etwa 160.000 Fahrgäste werden am Ende der Saison wohl zu Buche stehen.

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