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Mega-Ansturm auf Skigebiete Spitzingsee und Sudelfeld

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Von: Sebastian Grauvogl

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Durch die vollen Parkplätze staute sich der Verkehr bis auf die B307 am Sudelfeld.
Stillstand: Durch die vollen Parkplätze staute sich der Verkehr bis auf die B307 am Sudelfeld. © Steffen Gerber

Wartezeiten durch 2G-Kontrollen, noch nicht alle Lifte in Betrieb: All das konnte den Ansturm auf die Skigebiete Spitzingsee und Sudelfeld am Brückentag nicht bremsen.

Spitzingsee/Sudelfeld – Langschläfer hatten am Brückentag keine Chance, auf die Piste zu kommen. Bereits um kurz nach 9 Uhr – nur eine halbe Stunde nach Betriebsstart – waren die Parkplätze am Sudelfeld voll. Ein ähnliches Bild zeigte sich im Skigebiet Spitzingsee. „Es ist extrem viel los“, sagt Antonia Asenstorfer, Pressesprecherin der Alpenplus-Skigebiete, am Freitagnachmittag im Interview mit unserer Zeitung.

Trotz 2G und wenig Schnee: Ski-Interesse riesig

Gleich mehrere Faktoren seien zusammengekommen: Besagter Brückentag, das erstmals in den Weihnachtsferien richtig winterliche Wetter und die Tatsache, dass etliche Brettlfans angesichts der Corona-Reisebeschränkungen wieder das „Skifahren dahoam“ für sich entdeckt hätten. „Das Interesse ist wirklich riesig“, schwärmt Asenstorfer.

Was die Liftbetreiber nach den Lockdown-Einbußen der vergangenen Saison guttut, verlangt den Wintersportlern aber auch einiges an Durchhaltevermögen ab. Wer früh genug dran war und einen Parkplatz gefunden hat, musste sich in die langen Schlangen vor den Kassen einreihen. „Wegen der 2G-Kontrollen muss sich jeder einzeln anstellen“, seufzt Asenstorfer. Man habe aber nochmals beim Personal aufgestockt und die Leute seien sehr geduldig.

Noch nicht alle Lifte offen

Belohnt wurden sie nach den milden Tagen mit aperen Pisten nun wieder mit griffigen Schneeverhältnissen. Dennoch waren noch nicht alle wichtigen Abfahrten geöffnet. So standen am Spitzingsee beispielsweise der Osthanglift an der Lyra und der Nordhanglift an der Firstalm still, im Sudelfeld die Schöngratbahn und der Rosengassenlift. Asenstorfer geht aber davon aus, dass sich die Bedingungen in den kommenden Tagen noch verbessern. „Wir beschneien, was wir können.“ Auch tagsüber, weil es die Temperaturen hergeben. Die Speicherteiche seien durch Schmelz- und Regenwasser gut gefüllt.

Auch interessant: Auch andere Skigebiete von Wintersportlern gestürmt

Für Entlastung der hiesigen Skigebiete dürfte ab sofort das Brauneck im Nachbarlandkreis Bad Tölz-Wolfratshausen sorgen, das nach der durch Schneemangel bedingten Pause wieder in Betrieb geht. Das hohe Verkehrsaufkommen am Freitag im Landkreis Miesbach wurde hingegen nicht nur durch die Wintersportler verursacht, sondern auch durch die stundenlange Sperrung der A8 wegen eines schweren Unfalls zwischen Irschenberg und Bad Aibling. sg

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