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Landung im Dunkeln: der Polizeihubschrauber am Roßkopf.

Unfälle mit Skifahrern, Langläufern und Wanderern

19 Einsätze in drei Tagen: Bergwacht Schliersee im Dauerstress

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Schönes Wetter, endlich Schnee auf den Pisten - und unfassbar viele Leute: Dieser Mix hat der Bergwacht Schliersee viele Einsätze beschert. Und ein Ende ist nicht in Sicht.

Spitzingsee – Quirin Loher sieht es positiv: Immerhin habe es keine Zusammenstöße auf den überfüllten Pisten gegeben – und damit auch keine schwereren Verletzungen, sagt der Pressesprecher der Bergwacht Schliersee. Ansonsten aber haben die Retter in den vergangenen Tagen so ziemlich alles gesehen, was an Unfällen im Wintersport möglich ist. Ob ausgerutschte Wanderer, gestürzte Langläufer oder Skifahrer: 19 Einsätze kamen binnen drei Tagen im Spitzinggebiet zusammen, zwölf davon allein am vergangenen Sonntag.

„Das war der Haupttag“, sagt Loher. Kein Wunder bei einer explosiven Mischung aus Sonne, guten Schneeverhältnissen, Weihnachtsferien und eines angesichts des späten Saisonstarts gigantischen Andrangs. Aus Bergwachtsicht sind solche Häufungen an Einsätzen allerdings normal, weiß Loher. „Das erleben wir eigentlich jedes Jahr.“ Standardprogramm also.

Bergwacht im Dauereinsatz im Skigebiet Spitzingsee - 19 Einsätze in drei Tagen

Dennoch verlangte den Bergwachtlern vor allem besagter Sonntag einiges ab. Von 9.30 bis 16 Uhr waren sie so gut wie durchgehend unterwegs. Am Uferweg des Spitzingsees stürzte ein Spaziergänger und wurde mit Verdacht auf Oberschenkelhalsbruch erstversorgt, auf der Piste an der Firstalm zog sich ein Skifahrer eine Schnittverletzung am Schienbein zu. Auch etliche Unterarmfrakturen und Schulterprobleme notierten die Retter in ihrer Statistik. Jüngstes Unfallopfer war ein sechsjähriger Bub, der sich am Osthang am Unterschenkel weh getan hatte. Ein Hubschrauber brachte ihn ins Garmischer Krankenhaus.

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Schwieriger gestaltete sich die Bergung einer Otterfingerin, die sich am Montag am Roßkopf einen Skiunfall gebaut hatte. Um die Schmerzen an ihrem gebrochenen Unterschenkel zu lindern, ließ die Bergwacht einen Arzt einfliegen. Weil aber alle Rettungshelis bereits im Einsatz waren, musste ein Polizeihubschrauber einspringen. Wegen der einbrechenden Dunkelheit letztlich ein glücklicher Zufall, meint Loher. „Der war mit Nachtsichtgeräten ausgestattet.“ Per Skidoo wollten die Retter die Frau nicht ins Tal bringen: Die Erschütterungen auf der von den vielen Skisportlern in eine Buckelpiste verwandelte Abfahrt wären zu schmerzhaft gewesen, erklärt Loher.

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Ein Lob spricht er den Kollegen der Bergwachten Hausham, Rottach-Egern und München aus, mit denen sich die Schlierseer die Einsätze im Spitzinggebiet aufteilen. „Die Zusammenarbeit war perfekt.“ Jetzt wünschen sich die Retter vor allem eins: einen ruhigen Ausklang der bis dato eher stressigen Weihnachtsferien. 

sg

Das Verkehrschaos im Skigebiet am Spitzingsee prangert der Miesbacher Thomas Griesbeck an. Sein Video geht auf Facebook viral. 

Im bayerischen Ammersee sind zwei Männer in den eiskalten See gesprungen. Die beiden wären ohne Hilfe dem Tod geweiht gewesen. Dann rückte die Rettung an.

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