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Wo Legenden lebendig werden: In der Vitalwelt erwartet die Besucher eine Art Ruhmeshalle für Schlierseer Sportgrößen. Am Freitag wurde sie eröffnet. 

Sportlegenden in der Vitalwelt

Von Schaller bis  Wasmeier: Spitzenathleten bestücken Ausstellung

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Goldmedaille, Lorbeerblatt oder Ironman-Fahrrad: Eine Ausstellung in der Vitalwelt ehrt die Schlierseer Spitzensportler. Einige der Legenden waren bei der Eröffnung mit dabei.

Schliersee Mit der Ausstellung „Sport ohne Grenzen“ feiern die Schlierseer nicht nur den zehnten Geburtstag ihrer Vitalwelt, sondern ihre Sportlergemeinschaft und deren jahrzehntelangen Erfolge. Die „Ruhmeshalle“ beschwört die größten Triumph-Momente so mitreißend, dass Besucher sich daran laben können. Schliersee-Doping – ganz legal.

Weder die Wand mit den zahlreichen Zeitungsberichten noch der Bildschirm, über den das berühmte „Spiel ohne Grenzen“ von 1977 mit Schlierseer Beteiligung flimmerte, oder das grüne 1972-Olympia-Kostüm der Organisatoren in der Lobby konnten die Besucher der Ausstellungseröffnung auf das vorbereiten, was sich hinter den Schiebetüren verbarg. Einzig der Enthusiasmus von Kuramtsleiter Mathias Schrön, der die Ausstellung „Sport ohne Grenzen“ zusammen mit Christine Lohwasser, Veronika Acher und Renate Holzmeier zusammengestellt hatte und am Freitagabend eröffnete, hätte ein Hinweis sein können auf die eindrucksvolle Wirkung der Schau. Schrön jubelte: „Wir sind Bundestrainer, Olympiasieger, Weltmeister, Europameister, Deutsche Meister, Bayerische Meister, Ironman-Teilnehmer – wir sind Schliersee!“.

Die Erinnerungen sprudelten nur so aus Schrön heraus. Er dankte allen Sportlern, die die Ausstellung mit persönlichen Erinnerungsstücken und Devotionalien bereichert hatten. Zum Beispiel Rennrodler Hans Schaller, der das Ausstellungsplakat schmückt und der als „ältester noch lebender Weltmeister Schliersees“ seinen Weltmeister-Rodel mit original Lederhelm, seine Goldmedaille und das silberne Lorbeerblatt zur Verfügung stellte. Die Ausstellungsstücke von Sportgrößen wie Markus Wasmeier, Peter Schlickenrieder, Peter Bauer, Vanessa Hinz, Elisabeth Schicho, Stefan Kogler oder Toni Engelhard fügen sich zu einer historischen wie auch Disziplinen übergreifenden Schau zusammen, die staunen lässt über die Vielfalt und vor allem die Nachhaltigkeit des Schlierseer Sportsgeists.

Wie dieser am Ort weitergegeben wird, wurde klar, als sich die Türen zum eigentlichen Ausstellungsraum öffneten. Hier empfingen die Besucher lebensgroße Bilder der Sportler im Moment ihres Triumphes. Oder aber es sind Fotos von den Momenten höchster Anspannung und Leistungsfähigkeit.

Im Zentrum des Raumes kann man die Pokale und Medaillen bewundern und mit ihnen ein Stück Sportgeschichte. Außen herum präsentieren Vitrinen und Puppen Rennanzüge, Schuhe, Helme und Brillen aus allen Epochen – von den Zeiten, als das Equipment noch Ausrüstung hieß, bis hin zur heutigen Zeit, in der die Sportler mit Hightech ausgestattet sind, wie das Ironman-Fahrrad von Stefan Hütter oder das bespikte, archaisch wirkende Speedwaymotorrad von Helmut Weber zeigten.

Alles in allem eine „Hall of Fame of Schliersee“. Eine Ausstellung, die nicht nur Siegermomente in Erinnerung ruft und damit – wie es Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer formulierte – die Sportler-Idole ehrt, sondern jedem Besucher ein Bad in der Erfolgsatmosphäre ermöglicht.

Die Ausstellung ist bis 15. Januar in der Schlierseer Vitalwelt zu sehen.

ak

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