Frank-Walter Steinmeier, Spitzingsee
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Bereit zum Abmarsch: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf dem Wanderparkplatz am Spitzingsattel.
Frank-Walter Steinmeier, Spitzingsee
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Empfangskomitee: Polizeipräsident Robert Kopp und seine Stellvertreterin Eva Schichl warten auf den Konvoi des Bundespräsidenten.
Frank-Walter Steinmeier, Spitzingsee
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Einsatzvorbereitung: Vertreter von Bergwacht und Polizei gehen den Ablauf für den Besuch des Bundespräsidenten am Spitzingsee durch. Die Bergwachtler begleiten das Staatsoberhaupt bis zur Schönfeldhütte.
Frank-Walter Steinmeier, Spitzingsee
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Empfangskomitee: (v.l.) Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber und DAV-Präsident Josef Klenner begrüßen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vor dessen Dienstfahrzeug.
Frank-Walter Steinmeier, Spitzingsee
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Herzlich Willkommen: Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber begrüßt den Bundespräsidenten.
Frank-Walter Steinmeier, Spitzingsee
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Tourenbesprechung: (v.l.) Günther Manstorfer, Vorsitzender der DAV-Sektion München, DAV-Präsident Josef Klenner und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei den Interviews vor dem Abmarsch.
Frank-Walter Steinmeier, Spitzingsee
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Geht gern wandern: Frank-Walter Steinmeier.
Frank-Walter Steinmeier, Spitzingsee
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Gut zu Fuß: Frank-Walter Steinmeier.

Frank-Walter Steinmeier gratuliert DAV zum 150. Geburtstag

Bundespräsident wandert am Spitzingsee: Die Bilder zum Besuch

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Hoher Besuch auf der Schönfeldhütte: Am Freitagnachmittag ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zur Alm über dem Spitzingsee gewandert. Wir waren dabei.

Spitzingsee

- Der Bundespräsident gibt sich optimistisch. „Wenn man erst mal losgewandert ist, ist man bald allein“, sagt Frank-Walter Steinmeier (63) und schaut hoffnungsvoll in Richtung des schmalen Pfads zur Schönfeldalm. Angesichts der großen Gruppe, die ihn auf seiner Tour auf die Schönfeldalm hoch über dem Spitzingsee begleiten wird, mutet die Bergsteigerweisheit des Staatsoberhaupts eher wie ein frommer Wunsch an. Doch Steinmeier, der schon in Bergstiefeln und Windjacke aus seinem schwarzen Dienstfahrzeug gestiegen ist, genießt das Bad in der Menge auf dem Parkplatz am Spitzingsattel. „Es gibt keine schönere Art, dem Deutschen Alpenverein zu gratulieren“, sagt er unter dem Dauerklicken der Kameras.

Der 150-jährige Geburtstag des DAV ist auch der Grund für den sportlichen Ausflug Steinmeiers. Eigentlich habe man den Bundespräsidenten, der selbst Mitglied in der Sektion Berlin ist, zur Hauptversammlung im Herbst in München eingeladen, erklärt Günther Manstorfer, Vorsitzender der DAV-Sektion München, die die Schönfeldhütte unterhalb des Jägerkamp betreibt. „Da hatte er aber keine Zeit.“ Doch Steinmeier machte einen Alternativvorschlag: „Er wollte gern mit uns Wandern gehen.“ Da musste das DAV-Präsidium nicht lang überlegen.

Mit etwas mehr Zeitaufwand war die Vorbereitung des hohen Besuchs verbunden – auch für die Polizei. Seit Wochen stehe man in ständigem Austausch mit der Protokollabteilung des Bundespräsidenten, berichtet Einsatzleiterin Eva Schichl, Stellvertreterin von Polizeipräsident Robert Kopp am Präsidium Oberbayern Süd in Rosenheim. Rund 90 Kräfte seien mit der Absicherung und Verkehrsregelung des Besuchs beschäftigt. Alle mit Freude, wie Schichl betont. „Wir mussten niemanden bitten.“

Bis Steinmeiers Konvoi am Spitzingsattel eintrifft, heißt es aber: Warten. Denn der Bundespräsident macht am Freitag gewissermaßen eine Landkreisrundfahrt. Nach seiner Landung am Münchner Flughafen ging es mit dem Auto zunächst nach Rottach-Egern. Hier schaute der 63-Jährige bei der Medienkonferenz junger Führungskräfte vorbei, wie Schichl erklärt. Von dort aus fuhr er weiter zur DAV-Wanderung – durch den ganz normalen Straßenverkehr. Großartige Sperrungen versuche man zu vermeiden, sagt Schichl und fügt schmunzelnd hinzu: „Wir würden den Bundespräsidenten aber auch nicht eine halbe Stunde im Stau stehen lassen.“

Doch so weit kommt es dann ohnehin nicht. Um kurz nach 14 Uhr knattern die ersten Polizeimotorräder heran, dann rollen auch die beiden schwarzen Audis auf den Parkplatz. Hier wartet bereits Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, die das Staatsoberhaupt auf seiner Tour begleitet. Als Steinmeier aus der rechten hinteren Tür der Limousine steigt, überreicht sie ihm ein Gastgeschenk: Honig und Schnaps. Eine Wegzehrung für die Wanderung? Nein. Steinmeier packt die vermeintliche Brotzeit nicht in seinen roten Rucksack, sondern lässt sie im Auto. Die rund eine Stunde Gehzeit bewältigt der 63-Jährige ohne Stärkung, zumal auf der Hütte beim Tischgespräch mit ausgewählten Vertretern der vielen Gruppen des DAV genug Verpflegung wartet.

Sorgen um die Kondition des Bundespräsidenten macht sich in der rund 60-köpfigen Gruppe niemand. „Er ist gut zu Fuß“, weiß Manstorfer. Falls er doch auf dem vom vielen Regen noch rutschigen Sommerweg ausrutschen sollte, ist Hilfe nur wenige Schritte entfernt. Zahlreiche Bergwachtler, Rettungsassistenten und ein Notarzt sind Teil der Gruppe. Und auch die Personenschützer des Bundeskriminalamts haben sich unauffällig unter die Wanderer gemischt.

Nach einer kurzen Begrüßung durch DAV-Präsident Josef Klenner und vielen Erinnerungsfotos mit den Ehrenamtlichen nimmt der präsidiale Tross dann die knapp 300 Höhenmeter in Angriff. Auf die Uhr schaut dabei keiner, meint Manstorfer schmunzelnd. Unterwegs seien mehrere Stopps geplant. „Wir wollen Herrn Steinmeier ja auch ein paar Dinge zeigen.“

Erst als sich die Gruppe auf den Weg gemacht hat, nehmen die ersten Passanten Notiz vom hohen Besuch am Spitzingsattel. Die in Reihe geparkten, auf Hochglanz polierten Karossen sind ein beliebtes Fotomotiv. Im Fokus der steht natürlich der Wagen mit dem amtlichen Kennzeichen „O-1“ und der Standarte mit dem Bundesadler auf dem rechten Kotflügel. Die Fahrer lassen die Urlauber und Ausflügler gewähren. Sie machen entspannt Brotzeit, bis ihr Dienstherr vom Berg zurück ist.

Am späten Nachmittag reist der Bundespräsident dann weiter in den Nachbarlandkreis Rosenheim, wo er am Samstag das Trainingslager der Frauen-Fußball-Nationalmannschaft besucht. Wie sportlich er ist, hat er da bereits bewiesen. Seit mehr als 20 Jahren fahre er regelmäßig zum Wandern in die Alpen, sagt Steinmeier vor dem Abmarsch auf die Hütte. „Wenn die Kondition gefordert ist, wird der Kopf frei.“


Erstmeldung von Freitag, 11.30 Uhr:

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wandert am Freitag mit Vertretern des Deutschen Alpenvereins (DAV) und diskutiert über Naturschutz. Nach einer Wanderung zur Schönfeldhütte im oberbayerischen Spitzingseegebiet will das Staatsoberhaupt mit Ehrenamtlichen ins Gespräch kommen (ab 16.10 Uhr). 

Zwei Tage vor der Europawahl soll es unter anderem um europäische Kooperationen im Umweltschutz gehen. Weitere Themen sind der Leistungssport sowie das gesellschaftliche Engagement des DAV. Der weltgrößte Bergsportverband feiert in diesem Jahr sein 150-jähriges Bestehen.

Steinmeier auf Wanderung am Spitzingsee

In einer länderübergreifenden Kampagne #unserealpen setzt sich der DAV zusammen mit den Alpenvereinen Österreichs und Südtirols für einen Erhalt des Natur- und Kulturraums Alpen ein. Die Verbände fordern einen sanften Tourismus sowie verbindliche Grenzen beim Ausbau von Skigebieten, Verkehrswegen und anderen Erschließungsmaßnahmen.

dpa

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