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Augenfällige Sicherheitsmaßnahme: Eine unbekannte Flüssigkeit ist nahe des Schlierseer Hofs in den See gelaufen. Die Feuerwehr hat Ölsperren errichtet und fängt die Substanz mit Öl-Vliesen auf. Eine Gefahr für die Gewässer-Ökologie besteht nicht, versichert das Rathaus.

Feuerwehr hat Ölsperre errichtet

Unbekannte Substanz läuft in den Schliersee

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Dieser Anblick dürfte die Oster-Ausflügler am Schliersee irritieren. Unweit des Schlierseer Hofs hat die Feuerwehr eine Ölsperre im See aufgebaut. Eine schmierige Flüssigkeit war in den See gelaufen.

Schliersee – Wer derzeit auf Höhe des Schlierseer Hofs am Seeufer spazieren geht, dem bietet sich ein unschöner Anblick. In einem Abstand von zwei bis drei Metern vom Ufer entfernt verläuft seit Montag eine orangefarbene Ölsperre. Der Grund: Aus einem Rohr tritt ein ölige, geruchslose Flüssigkeit aus. Um welche Substanz es sich dabei handelt, ist bislang unklar – eine Analyse des Wasserwirtschaftsamtes steht ebenso aus wie eine Kamerabefahrung des Rohrs. Eine Umweltgefährdung besteht der Polizeiinspektion Miesbach und der Gemeindeverwaltung Schliersee zufolge aber nicht.

Ein Radfahrer hatte an besagter Stelle den Ölfilm entdeckt und das Schlierseer Rathaus in Kenntnis gesetzt, das seinerseits die örtliche Feuerwehr einschaltete. Diese errichtet umgehend eine Ölsperre, um eine weitere Ausbreitung der Flüssigkeit zu verhindern. Mehrere sogenannte Öl-Vliese fangen die Flüssigkeit auf. Woher diese kommt, ist unklar.

Die Gemeinde hat die Miesbacher Spezialfirma Heid beauftragt, Ursachenforschung zu betreiben. „Die werden das Rohr, aus dem die Flüssigkeit austritt, mit einer Kamera befahren“, sagt Andreas Dietmannsberger, Kommandant der Feuerwehr Schliersee. Eigentlich sollte dies noch am Mittwochnachmittag geschehen. Doch einerseits fehlt es an der Fachfirma offenbar an Zeit, zudem macht der recht hohe Wasserstand des Schliersees die Angelegenheit schwierig, wie Zweite Bürgermeisterin Johanna Wunderle auf Anfrage mitteilt. Die Kamerabefahrung ist nun auf Dienstag nach den Feiertagen verschoben.

Bis dahin werden Bauhof und Feuerwehr die Lage weiter beobachten, nach Bedarf neue Öl-Vliese auslegen und die orangefarbene Absperrung auf den kleinstmöglichen Bereich beschränken. Gefahr für die Gewässer-Biologie bestehe keine, versichert Wunderle. Die Quelle der Verunreinigung ist zum Glück offenbar versiegt.

Das Rohr, aus dem die Substanz in den See floss, dient eigentlich dem Zweck, das Wasser eines kleines Bachlaufs in den Schliersee zu leiten. Irgendwo im Bereich der Verrohrung muss der Fremdeintrag stattfinden – womöglich über einen unterirdischen Anschluss, wie Dietmannsberger vermutet. Den Bach selbst schließt der Feuerwehr-Kommandant als Ursache aus: „Den sind wir abgegangen, der ist von oben her trocken.“

Wunderle hofft derweil, dass der Verursacher der Seeverschmutzung ausgemacht werden kann. Denn die Sicherungsmaßnahmen versusachen auch „ziemliche Kosten“.

Von Daniel Krehl

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