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So sieht der Internetauftritt der Bürgerinitiative zur Ansiedlung von Sixtus am Schliersee aus.

Unterschriftensammlung läuft

Sixtus-Schlagabtausch im Internet

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Schliersee - Noch steht nicht fest, ob es überhaupt zu einem Bürgerentscheid über die Ansiedlung des Unternehmens Sixtus am Ostufer des Schliersees kommt. Befürworter und Gegner laufen sich dennoch schon einmal warm.

Während die Schlierseer Gemeinderatsfraktionen von SPD und Grünen ihre Sympathie mit der Bürgerinitiative (BI) über die Ansiedlung des Unternehmens Sixtus am See-Ostufer bekundet haben, verorten sich CSU und Die Schlierseer auf der anderen Seite (wir berichteten). Auf ihrer Internetseite „Schlierseer Kurier“ hat die CSU nun mit einer ausführlichen Stellungnahme die nächste Stufe gezündet. Die Initiative nahm den Ball auf – und konterte auf ihrer Homepage ebenso umfangreich.

Hauptstreitpunkt ist und bleibt die Herausnahme aus dem Landschaftsschutzgebiet. Hier argumentiert die CSU, dass auch die 2873 Quadratmeter große Fläche der ehemaligen Limonadenfabrik im 1955 ausgewiesenen Schutzgebiet gewerblich genutzt wurde. „Das ist irreführend“, schreibt die BI. Die gewerbliche Nutzung habe bereits vor der Ausweisung bestanden und genieße damit Bestandsschutz.

Als weiteren Pluspunkt für Sixtus führt die CSU an, dass für Schliersees touristischen Fortbestand und die finanzielle Leistungsfähigkeit „eine stetige und nachhaltige Entwicklung im Einklang mit unserer wunderbaren Natur“ sehr wichtig sei. Auch hier hält die BI dagegen. „Das ist eine widersprüchliche Argumentation mit leeren Worthülsen.“ Die einmalige Natur sei die Grundlage des Tourismus in Schliersee, ihre Vernichtung nicht nachhaltig. Die finanzielle Situation werde durch Sixtus „um keinen Cent“ verbessert. Stattdessen hätte die Gemeinde das Grundstück für rund eine halbe Million Euro mehr als Bauland verkaufen können.

In einem Punkt sind sich Gegner und Befürworter einig

So aber befürchtet die BI quasi eine Wohnbebauung über die Hintertür, sollte Kroha mit Sixtus Schiffbruch erleiden. Das sei gar nicht so unwahrscheinlich, „da das Unternehmen seit vielen Jahren Verluste schreibt und ohne die Finanzspritzen von Herrn Kroha und seinen Gesellschaftern nicht lebensfähig wäre“. Das wiederum verweist die CSU ins Reich der Spekulation. „Wir glauben an das Geschäftskonzept der Firma Sixtus“, schreibt die Fraktion auf ihrer Homepage.

Trotzdem müsse man bei der Bauleitplanung vorsichtig sein. „Es müssen alle rechtlichen Möglichkeiten zur Sicherung der Nutzung auf diesem Grundstück in das Verfahren einbezogen werden“, betont die CSU. Die seien faktisch nicht vorhanden, entgegnet die BI. Es gebe kein rechtliches Mittel, „Herrn Kroha zur Nutzung des Grundstücks durch Sixtus zu zwingen, wenn es Sixtus nicht mehr gibt“. Durch ihre hohen Schulden könne die Gemeinde das Areal auch nicht zurückkaufen.

Zumindest in einem Punkt sind sich Gegner und Befürworter einig. Beide stehen „für jede sachliche Diskussion gerne zur Verfügung“. Sollte es zum Bürgerentscheid kommen – laut Mitinitiatorin Gabriele Scherer haben sie bislang 450 bis 500 der 570 notwendigen Unterschriften – dürfte sich der Schlagabtausch vom Internet auf die Straßen verlagern. „Da werden wir die Bürger verstärkt mit Infos versorgen“, kündigt Scherer an.

Das hat indes auch Sixtus selbst vor. Auf schliersee-sixtus.de stellt das Unternehmen sein Projekt vor. „Offen, ehrlich und ausführlich“, wie es auf der Seite heißt. Unter dem Motto „Ratio vor Emotio“ geht Sixtus auf die Kritikpunkte ein. Unter anderem stellt das Unternehmen klar, dass eine andere Nutzung des Grundstücks mit einem städtebaulichen Vertrag ausgeschlossen ist.

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