Steffen Henssler hat genug - und schmeißt bei „Schlag den Henssler“ hin

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Schlierseer Urgestein: Leonhard Sonnenstatter (†).

„Er war ein absolut ehrlicher Geradeheraus“

Das Urgestein mit der Zither: Nachruf auf Hartl Sonnenstatter

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Mit seiner Zither vermittelte er den Mitmenschen seine Lebensfreude. Jetzt ist Leonhard „Hartl“ Sonnenstatter gestorben. Die Schlierseer werden ihr Urgestein vermissen. Ein Nachruf.

Schliersee – Mit seiner Zither vermittelte er seinen Mitmenschen das, was ihn selbst ausmachte. Lebensfreude, eine unbändige Kraft, das Leben anzupacken und hinzunehmen, wenn etwas nicht zu ändern war: So beschreibt Heiner Oberhorner seinen Freund Leonhard Sonnenstatter. „Kinder wegen mir braucht’s koa Trauergwand und a koan Flor aufm Huat“, ist die Zeile eines Wiener Liedes, das Sonnenstatter oft gesungen habe. Einen Wunsch, den die Schlierseer ihrem „Hartl“ nicht erfüllen werden. Zu groß ist der Schmerz über den Verlust eines ihrer Urgesteine. Am 7. Dezember ist Sonnenstatter im Alter von 87 Jahren nach kurzer Krankheit gestorben.

„Er war ein absolut ehrlicher Geradeheraus“, sagt Oberhorner über seinen Freund. „Der Vorstand beim Verein der klaren Aussprache.“ Gerade deshalb sei Sonnenstatter auch nie jemand böse gewesen. Das wäre ohnehin nicht leicht gewesen, meint Oberhorner. „Er war ein unglaublich lustiger Mensch.“

Gelegenheiten, Hartls Humor zu erleben, gab es viele in Schliersee. Als langjähriger Vorsitzender des Trachtenvereins leitete er unzählige Heimatabende und wirkte selbst als Ansager, Coupletsänger und Humorist mit. Den Schlierseer Alpenchor habe Sonnenstatter als erster Tenor mit seiner „wunderbar klaren Stimme“ bereichert, erzählt Oberhorner.

Groß ist Sonnenstatters Verdienst auch für das Schlierseer Bauerntheater: Als Gründungsmitglied und Zweiter Vorsitzender des Förderkreises sei er am Erhalt des Theaters und am Erwerb des Gebäudes durch die Gemeinde unmittelbar beteiligt gewesen, sagt Oberhorner. Als „legendär“ bezeichnet er Sonnenstatters unzählige Bühnenauftritte in verschiedensten Rollen – vom jugendlichen Liebhaber bis hin zum gewieften Alten. „Könnte gut sein, dass im bayerischen Himmel der Brandner Kaspar schon auf ihn wartet, um mit ihm und seiner geliebten Liesl ins Paradies zu schauen.“

Auf der Erde wird Sonnenstatter hingegen an allen Ecken fehlen – und das nicht nur seinen Kindern, Enkeln und Urenkeln. Seinen Bauernhof führt sein Schwiegersohn Kaspar Hirtreiter. Und auch alle anderen Schlierseer werden ihren Hartl nie vergessen, sagt Oberhorner. „Wenn eine Zither erklingt, nehmen wir es als Gruß.“

Der Seelengottesdienst

findet am Donnerstag, 14. Dezember, um 10.30 Uhr in der St. Sixtus-Kirche in Schliersee statt.

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