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24 Stunden am Stück wandern und nur am Gipfel rasten: Die Bodenschneid ist Teil der Route, mit der sich die ATS an der 24h-Trophy beteiligen will. Die Tour ist in zwei zwölfstündige Parts aufgeteilt. 

24-Stunden-Trophy kommt in den Landkreis 

Wandern für ganz Harte

Schliersee/Tegernsee - Die 24h-Trophy kommt in den Landkreis Miesbach. Ende Mai können Extrem-Wanderer ihre Ausdauer beweisen. Die ATS erhofft sich davon Aufmerksamkeit für die Region.

Gibt es Extrem-Wandern? Wenn man sich dieses Angebot ansieht, muss man wohl sagen: Eindeutig ja. 24 Stunden lang können die Teilnehmer der 24h-Trophy ihrer Wanderslust frönen – am Stück wohlgemerkt, unterbrochen nur von Gipfelaufenthalten und Stopps an Hütten. Das relativ neue Konzept ging im Juni und Juli vergangenen Jahres erstmals an drei Orten über die Bühne, und heuer ist die Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS) mit an Bord. Es ist ein Baustein, mit dem das kommunale Tourismusunternehmen ATS das Thema Wandern anschieben möchte.

Um Bestandteil der heuer fünf Stationen umfassenden 24h-Trophy zu werden, musste sich die ATS gar nicht groß bemühen. Der Veranstalter Grassl Events kam vergangenen Herbst von sich aus auf die hiesigen Touristiker zu, und die ließen sich natürlich nicht lange bitten, wie Holger Wernet, Produktmanager Wandern bei der ATS, berichtet. „Wir haben uns dann mit der Tegernseer Tal Tourismus GmbH und Schliersee zusammengesetzt und beraten, wie wir das machen können.“ Zwei Touren haben die Wanderer am Samstag, 28. Mai, zur Auswahl. Die Zwölf-Stunden-Variante führt von Tegernsee über Riederstein und Baumgartenschneid auf die Bodenschneid. Von dort geht es hinab zur Oberen Firstalm, um den Spitzingsee und hinunter zum Freilichtmuseum nach Neuhaus. Wer da noch nicht genug hat, kann die zweiten zwölf Stunden dranhängen und über Burg Hohenwaldeck, Schliersberg, Huberspitz, Gindelalm und Neureuth zurück nach Tegernsee wandern. 56 Kilometer ist die Ganztages- und -nachttour lang, 2557 Höhenmeter sind zu überwinden.

Die Wanderer müssen sich dabei um kaum etwas kümmern. Verpflegung und gegebenenfalls Shuttle-Service sind inklusive, dafür kostet die Teilnahme 119 beziehungsweise 79 Euro.Weiteres gibt es hier.

Für die ATS bietet das Event zwei Vorteile. Zum einen werden die bis zu 400 Teilnehmer wohl mindestens einmal in der Region übernachten, denn die Einschreibung erfolgt bereits am Freitagabend. Das ist nicht der große Frequenzbringer, weiß auch Wernet. Wichtiger ist ihm derweil die Aufmerksamkeit, die der Kreis Miesbach als Wanderregion damit erfährt. Denn die Flyer zur 24h-Trophy liegen an allen fünf Stationen der Tour aus, und das sind prominente Wander-Destinationen wie Berchtesgaden, Oberstaufen, Baiersbronn und Wernigerode – „Hotspots“, wie es Wernet nennt. Obendrein kann die ATS die Region in einschlägigen Wandermagazinen präsentieren.

Der Ursprung der 24h-Trophy liegt in Berchtesgaden und dem dortigen Wander-Festival, das heuer zum sechsten Mal stattfindet. Das läuft so gut, dass es sogar eine Winterauflage gibt. Ob die Alpenregion Tegernsee Schliersee da nachziehen kann, steht in den Sternen. Wernet: „Das weiß man nie so richtig. Das muss sich von Jahr zu Jahr entwickeln.“ Hilfreich für die ATS ist in Sachen Wandern aber auch, Kooperationen einzugehen, wie es bei der 24h-Trophy der Fall ist. „Davon haben wir nur wenige bisher.“ Gleiches gelte im Übrigen auch für Wander-Events. Auch daran will die ATS arbeiten.

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