Royale Post: Kurt Weber im Jahr 2004 mit einem Dankschreiben von Prinz Philip.
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Royale Post: Kurt Weber im Jahr 2004 mit einem Dankschreiben von Prinz Philip.

Grab von Prinzessin Sophia von Hannover

Warum ein Schlierseer Post von Prinz Philip bekam

Kurt Webers Enkelin war enttäuscht vom Schlierseer Grab der Prinzessin. Also schickte er einen Brief in den Buckingham Palace ‒ und erhielt eine Antwort.

Schliersee – Es dürfte nicht allzu viele Menschen in Schliersee geben, die Post des jüngst verstorbenen Prinz Philip, Duke von Edinburgh und Ehemann von Queen Elisabeth II, bekommen haben. Kurt Weber ist einer von ihnen. Und das hat mit einer Person zu tun, die bestimmt viel Post von Philip erhielt: Sophia, Prinzessin von Hannover. Sie ist die Schwester des britischen Prinzgemahls und lebte von 1958 bis zu ihrem Tod im November 2001 in Neuhaus.

Warum ein Schlierseer Post von Prinz Philip bekam

Dort war sie eine geachtete Frau, die die Leute mit „Hoheit“ ansprachen, und sie fand, wie Philip geboren auf Korfu, eine neue Heimat im Oberland. Dort wollte sie auch begraben werden, und dort liegt sie auch. Auf dem Friedhof ist Westenhofen. Und hier kommt Kurt Weber ins Spiel. Der ging zwei Jahre nach dem Tod von Sophia mit seiner Enkelin über den Friedhof. Das Mädchen habe gar nicht glauben wollen, dass da eine echte Prinzessin liegt. Denn: Mehr als ein schlichtes Holzkreuz war auf der letzten Ruhestätte nicht zu sehen. Eine Grabeinfassung fehlte. Also verfasste Weber einen Brief, den er an den Buckingham Palace schickte, um Prinz Philip auf die Situation hinzuweisen.

Die letzte Ruhestätte von Prinzessin Sophia.

Zu seiner eigenen Überraschung kam eine Antwort. Aus dem Sandringham House. Dort verbringt die königliche Familie gern die Zeit von Weihnachten bis Ende Januar. Das Schreiben, das Philip an Weber richtete, datiert vom 21. Januar. Darin dankt der Royal dem Schlierseer und kündigt an, sich mit der Familie seiner Schwester in Verbindung zu setzen. Anrede und „Yours sincerly Philip“ sind handschriftlich verfasst.

Tatsächlich zierte schon im April desselben Jahres ein keltisches Kreuz die Grabstätte. Das, so versicherte Prinz Rainer von Hessen, Sohn der verstorbenen Sophia, habe aber nichts mit Webers Vorstoß zu tun gehabt. Die Gestaltung habe sich einfach etwa hingezogen.

Prinz Philip hat in den frühen 60ern persönlich seine Schwester in Schliersee besucht

Prinz Philip hat übrigens nicht nur Post nach Schliersee geschickt. In den frühen 60ern war er sogar persönlich dort. Damals war Elisabeth II. schon Königin, und entsprechend groß war der Auflauf mit Polizei und Hubschrauber. Sophia ihrerseits war regelmäßigen zu Besuch bei ihrem Bruder in England. (dak)

Menschen auf der ganzen Welt betrauernd den Tod von Prinz Philip. Auch die Wiesseerin Ingrid Versen hat den Duke of Edinburgh einmal persönlich getroffen. Georg Prinz von Hannover lebt in Gmund und hat über seinen prominenten Onkel Prinz Philip gesprochen.

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