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Im neuen Gewand: Im vergangenen Herbst haben Arbeiter den Trinkwasser-Hochbehälter am Trautweinweg am Spitzingsee mit Edelstahlplatten ausgekleidet.

Erste Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen

Wasserwerk meldet: Chlorung am Spitzingsee vorbei

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Ziemlich genau ein Jahr lang wurde das Trinkwasser am Spitzingsee gechlort. Jetzt hat das Wasserwerk die ersten Sanierungsmaßnahmen an Leitungsnetz und Hochbehälter abgeschlossen.

Schliersee – Keimfreies Trinkwasser ist keine Selbstverständlichkeit. Auch nicht in den Bergen. Das hat sich im Dezember 2016 am Spitzingsee gezeigt. Weil bei routinemäßigen Wasserproben eine Überschreitung von Grenzwerten festgestellt wurde, leitete das Schlierseer Wasserwerk in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt eine Chlorung ein (wir berichteten). Ziemlich genau ein Jahr später ist die Sache nun ausgestanden – die Baumaßnahmen gehen aber noch weiter, wie Wassermeister Manfred Eckmair nun im Schlierseer Gemeinderat erklärte.

Die anfängliche Vermutung, dass alte Graugussrohre aus den 1950er-Jahren und Aufweichungen in der Betonauskleidung des Hochbehälters am Trautweinweg für die Verunreinigung verantwortlich sein könnten, habe sich bestätigt, sagte Eckmair. Im September und Oktober habe man die Wasserleitung Nord auf einer Länge von 275 Metern und in einer Tiefe von bis zu zwei Metern vom Parkplatz der Taubensteinbahn über den Seeweg bis zum Beginn der Seeleitung erneuert. Kostenpunkt: 92 000 Euro. Dank des größeren Durchmessers der neuen PE-Kunststoffrohre komme auch mehr Löschwasser in den Hydranten an.

Anfang September stiegen zudem Arbeiter in den Hochbehälter ein. In beiden Kammern dübelten sie Edelstahlplatten an die Wände und verschweißten diese wasserdicht. „Das war günstiger als die Kunststoffvariante“, erklärte Eckmair. Noch vor dem Winter war alles fertig. Die aktuelle Kostenschätzung liegt bei 84 000 Euro, der Gemeinderat war sogar von 105 000 Euro ausgegangen.

Die zumindest finanziell größte Maßnahme steht den Spitzingseern noch bevor: die Erneuerung der Wasserleitung Süd vom Willy Merkl-Haus bis zur Klausenhütte. 140 000 Euro sind dafür veranschlagt, berichtete Eckmair. Und mit einem simplen Austausch ist es hier nicht getan. Weil die Straßenbrücke marode sei, könne man das neue Rohr nicht einfach wieder daran aufhängen. „Sonst müssen wir die Brücke am Ende auch noch sanieren“, sagte Eckmair. Also habe man eine Alternativroute durch den See ausgetüftelt. Dank einer Spülbohrung komme man dabei auch um umfangreiche Grabungsarbeiten herum.

Die Arbeiten würden nach dem Winter durchgeführt, je nach Wetterlage im April oder Mai, kündigte Eckmair an. Über den genauen Termin der Arbeiten werde das Wasserwerk die Anwohner rechtzeitig informieren. Gleiches gilt für die zu Ende gegangene Chlorung. „Alle Proben sind wieder einwandfrei.“

Die Gemeinderäte nahmen Eckmairs Bericht wohlwollend zur Kenntnis. Wolfgang Schauer (PWG/Ausschussgemeinschaft) erkundigte sich noch, wie viel Schliersee insgesamt in seine Wasserversorgung investiert habe. „Es wird uns ja immer wieder vorgehalten, dass wir nicht genug tun“, sagte er. Einen genauen Betrag könne er auf die Schnelle nicht nennen, antwortete der Wassermeister. Er versicherte aber: „Wenn es irgendwo brennt, reagieren wir sofort.“

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