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Zum 60. Geburtstag: Schliersees Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer im Interview

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Von: Sebastian Grauvogl

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Wird 60: Schliersees Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer.
Wird 60: Schliersees Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer. © THOMAS PLETTENBERG

Allen Grund zur Freude hat Schliersees Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer: Vor wenigen Tagen ist seine Tochter Luzia zur Welt gekommen, und dann feiert er noch seinen 60. Geburtstag.

Schliersee – Allen Grund zur Freude hat Schliersees Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer: Vor wenigen Tagen ist seine Tochter Luzia zur Welt gekommen, und nun feiert er noch seinen 60. Geburtstag. Ein Gespräch über Gelassenheit im Rathaus, Kochen daheim – und das Glück, manchmal nicht erkannt zu werden.

Herr Schnitzenbaumer, Feiern zum 60. Geburtstag haben im Landkreis Miesbach ja eine gewisse Vorgeschichte. Wie sehr lassen Sie es krachen?

Franz Schnitzenbaumer: (lacht) Auf jeden Fall ohne öffentliche Gelder. Ich feiere bei mir daheim im Garten. Weil ich gut 100 Gäste erwarte, stellen wir ein Zelt auf.

Ein runder Geburtstag ist ja auch immer ein Anlass, um zurückzuschauen. Was machen Sie heute anders als vor zehn Jahren?

Franz Schnitzenbaumer: Ich gehe gelassener an die Dinge heran. Das liegt natürlich vor allem an der Routine, die man gewinnt. Gerade im Amt des Bürgermeisters habe ich gelernt, dass die meisten Dinge nicht so heiß gegessen werden, wie sie gekocht wurden. Vieles löst sich von allein, wenn man es mit Ruhe angeht.

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Stichwort Kochen: Stimmt es, dass Sie auch privat gern mal am Herd stehen?

Franz Schnitzenbaumer: Absolut. Erst vor Kurzem hab ich einen Kochkurs bei Christian Jürgens gemacht – toll! Besonders gern bereite ich Fischtatar zu, auch die asiatische Küche hat es mir angetan. Ehrlicherweise ist das Kochen auch das einzige Hobby, was ich aktuell noch zeitlich unterbringen kann. Zum Radlfahren, was ich früher in meiner Zeit bei der Polizei gern gemacht hab, komme ich leider kaum noch. Das merkt man auch am Gewicht. Ich sag immer: 16 Jahre Bürgermeister haben mir 16 Kilo eingebracht...

Und Sie könnten durchaus noch ein paar Jahre anhängen mit einer vierten Amtszeit ab 2026. Wo sehen Sie sich denn mit 70?

Franz Schnitzenbaumer: Das trau ich mir heute noch nicht sagen. Und meine Vorstellung dazu kann sich durchaus von Woche zu Woche ändern. Ich lasse das einfach auf mich zukommen.

Zumal Sie mit Ihrem Gästehaus in Fischhausen ja auch außerhalb des Rathauses gut zu tun haben.

Franz Schnitzenbaumer: Das stimmt. Obwohl den Hauptteil der Arbeit hier meine Frau stemmt, bringe ich mich ein, so oft es geht. Es macht auch einfach Spaß, mal in eine ganz andere Rolle zu schlüpfen.

Wissen Ihre Gäste denn, dass Sie beim Bürgermeister höchstpersönlich untergebracht sind?

Franz Schnitzenbaumer: Bei der Anreise meistens nicht. Und ich genieße es durchaus, auch mal nicht erkannt zu werden. Nach ein paar Tagen bringen es die meisten dann aber schon raus (lacht)...

Zurück zum Geburtstag: Das wahrscheinlich schönste Geschenk haben Sie schon vorher bekommen: Ihre Tochter Luzia ist vor wenigen Tagen auf die Welt gekommen. Haben Sie sich schon ein bisschen aneinander gewöhnt?

Franz Schnitzenbaumer: Auf jeden Fall. Die Kleine ist sehr brav und wacht nachts nur ein bis zwei Mal zum Trinken auf. Wir bekommen also durchaus unseren Schlaf und können das Familienglück so richtig genießen.

Verändert auch das noch mal Ihren Blick aufs Leben?

Franz Schnitzenbaumer: Durchaus. Dass ich noch mal Vater geworden bin, trägt schon dazu bei, dass andere Dinge zugunsten des Privaten ein bisschen weiter in den Hintergrund rücken. Auf jeden Fall kann ich sagen, dass ich mich überhaupt nicht wie 60 fühle. Das ist eine Zahl, die ich nicht wirklich in meinem Leben spüren kann.

sg

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