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Konstruktiver Dialog: Die Gespräche im Rotwandgebiet zwischen Gebietsbetreuer Marco Müller (l.) und den Mountainbikern liefen friedlich ab. Insgesamt waren vier Kontrolltrupps à zwei Mann im Einsatz.

Landratsamt kontrolliert Mountainbiker

Konfrontationen an der Rotwand bleiben aus

Schliersee - Das Landratsamt hatte für Sonntag Biker-Kontrollen im Bereich der Rotwand angekündigt. Trotz einem Sturm der Entrüstung auf Facebook verlief die Aktion friedlich. 

Bei den Kontrollen an der Rotwand haben Vertreter des Landratsamts am Sonntag rund 60 Mountainbiker kontrolliert. Nur einige wenige legten nach Angaben der Behörde illegales Verhalten an den Tag, der Großteil zeigte sich einsichtig. Das Fazit fällt insgesamt positiv aus. 

Vier Kontrolltrupps, bestehend aus je zwei Mann, überwachten gestern das Geschehen an der Rotwand

Immer wieder waren zuletzt Fälle bekannt geworden, in denen Mountainbiker im Bereich der Rotwand im Spitzingseegebiet verbotene Wege befahren. Deshalb hatte das Landratsamt für den Sonntag Kontrollen angekündigt – sehr zum Ärger und zum Unverständnis vieler Mountainbiker (wir berichteten). Vier Kontrolltrupps, bestehend aus je zwei Mann, überwachten gestern das Geschehen an der Rotwand. 

„Der überwiegende Teil der Mountainbiker war erlaubterweise auf Alm- und forstwirtschaftlichen Wegen unterwegs“

„Der überwiegende Teil der Mountainbiker war erlaubterweise auf Alm- und forstwirtschaftlichen Wegen unterwegs“, berichtete Pressesprecher Birger Nemitz am Abend. „Die haben allesamt Verständnis für die Kontrollen gezeigt.“ Auch rund 60 Wanderer seien nach Worten Nemitz’ auf die Kontrolltrupps zugegangen und hätten die Aktion gelobt. Einige Fußgänger hätten gar den Wunsch geäußert, dass solche Aktionen öfter durchgeführt werden. 

Bußgelder wurden am Sonntag nicht verhängt

Eine Handvoll Radfahrer ließ sich von dem Verbot und den angekündigten Kontrollen aber offenbar nicht beeindrucken. „Wir haben sieben Biker angetroffen, die illegales Verhalten gezeigt haben“, sagte Nemitz. „An die haben wir Infomaterial verteilt.“ Bußgelder wurden an diesem Tag aber nicht verhängt. 

„Nur teilweise waren die Leute kurz angebunden. Die überwiegende Mehrheit war einsichtig“

Anfeindungen, wie sie nach dem Sturm der Entrüstung auf der Facebook-Seite des Landratsamts zu erwarten gewesen wären, habe es nicht gegeben. „Die Sorge war unbegründet“, zeigte sich Marco Müller, Gebietsbetreuer im Mangfallgebirge, erleichtert. „Nur teilweise waren die Leute kurz angebunden. Die überwiegende Mehrheit war einsichtig.“ 

Ob es vergleichbare Aktionen auch in Zukunft geben wird, ließ Nemitz offen

Nemitz zieht ein insgesamt positives Fazit. „Wir werten das als Erfolg. Wir wollten öffentlichkeitswirksam herausstellen, wo das Radfahren erlaubt ist und wo nicht.“ Ob es vergleichbare Aktionen auch in Zukunft geben wird, ließ der Sprecher offen. „Wir werden erst einmal die Ergebnisse auswerten und dann überlegen, ob wir das noch mal machen.“

Bastian Huber

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