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Wie geht’s weiter? Mit der Zukunft von Heimatmuseum (r.) und Schulhaus befassen sich ein Antrag von Michael Dürr sowie ein Info- und Diskussions-Abend der CSU.

Antrag und Info-Abend

Ortsmitte: Mal wieder ein Versuch, Bewegung in die Sache zu bringen

Schliersee - Mit einem Antrag im Gemeinderat will der Schlierseer PWGler Michael Dürr die Diskussion um die Ortsmitte beleben. Fast zeitgleich kündigt die CSU einen Info-Abend zum gleichen Thema an.

Seit dem Bürgerentscheid, der den Umzug der letzten Grundschulklassen von Schliersee nach Neuhaus zur Folge hatte, ist hinsichtlich der Schlierseer Ortsmitte viel Papier produziert worden. Passiert ist seit 2009 bekanntlich nur der Abriss des alten Postamts. Der ganze Rest befindet sich im Stadium von mehr oder weniger konkreter Planung. Nun will der PWG-Gemeinderat Michael Dürr Schwung in die Angelegenheit bringen und hat für die nächste Gemeinderatssitzung einen Antrag gestellt. Der sieht vor, im alten Schulhaus eine Kindertageseinrichtung und ein Jugend- und Gemeindezentrum einzurichten. Und auch die örtliche CSU nimmt sich des Themas an. Für Mittwoch, 16. März, der Tag nach der Gemeinderatssitzung, lädt sie zu einer Info-Veranstaltung zum Thema Ortsmitte ein.

Was Dürr möchte, ist letztlich eine Abkehr vom Weg, den der Gemeinderat zuletzt verfolgte. Da war immer offener vom Abriss des alten Schulgebäudes die Rede. Wirklich verfolgt wurden seitens des Rathauses allerdings nur die Planungen für einen Anbau ans Heimatmuseum. Eine Fehlinvestition, findet Dürr. „Die geplante eine Million Euro für einen kleinen Anbau an das Heimatmuseum kann für sanierte und schmucke Räumlichkeiten für Kinder, Jugendliche, Senioren und Vereine in der Schule sinnvoller ausgegeben werden“, schreibt er in seinem Antrag. In dem ist auch von der Freilegung des Baches vor der Schule für Wasserspiele sowie eine Rasen- und Spielfläche im Pausenhof die Rede. Die könnte wieder Leben ins Ortszentrum bringen, meint Dürr.

Obendrein würde die vorgeschlagene Maßnahme ein anderes Problem lösen, wie es im Antrag heißt: „Der gemeindeeigene Kindergarten und die Kleinkindergruppe sind mit den begrenzten räumlichen Möglichkeiten am jetzigen Standort sehr eingeengt und können die Nachfrage nach mehr Plätzen, Raum und Entfaltung nur schwer oder nicht befriedigen.“ Also, so der Vorschlag: Umzug ins Schulhaus.

Im Vorfeld hat sich Dürr bei Fachleuten kundig gemacht. Ergebnis: „Die Substanz des Gebäudes ist gut. Das steht in 100 Jahren noch da“, sagt der PWGler. Noch nicht einmal der Brandschutz sei ein großes Hindernis.

Derweil schließt auch die CSU den Erhalt des Schulhauses nicht aus. Sie möchte am Mittwoch mit den Bürgern über die Zukunft des Heimatmuseums sprechen – „auch im Zusammenhang mit einer eventuellen Weiterverwendung des alten Schulhauses“, wie es in der Ankündigung heißt.

Mit seinem Antrag will Dürr erklärtermaßen wieder Leben in die Diskussion um die Ortsmitte bringen. Das gleiche Ziel verfolgt offenbar die CSU.


Sitzung und Info-Abend

Die Gemeinderatssitzung beginnt am morgigen Dienstag um 18.30 Uhr im Rathaus. Neben der Ortsmitte geht es auch um die Öko-Modellregion und diverse Bauangelegenheiten. Zudem liefert Gäste-Info-Leiter Mathias Schrön einen Sachstandsbericht ab. Der Info-Abend der CSU findet am Mittwoch, 16. März, im Restaurant Charivari in der Vitalwelt statt. Beginn ist um 19 Uhr

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