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Spatenstich auf der Pfarrwiese: Pfarrer Hans Sinseder (l.) und Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer packen fürs Foto mit an.

 Spaten in Schliersee gesetzt

Endlich: Startschuss für den Dorfanger

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Schliersee - Die ersten Bäume auf der Pfarrwiese in Schliersee sind gepflanzt. Auf dem Dorfanger wird noch ein Gemüsebeet folgen. Das Projekt soll dem Tourismus und den Einheimischen zugute kommen.

Mathias Schrön, Kuramtsleiter in Schliersee, beißt in einen Apfel. Der ist zwar schon ein wenig gefroren, schmeckt aber trotzdem. Der Apfel stammt von einem der alten Bäume auf der Pfarrwiese in Schliersee. Acht neue Apfelbäume wurden erst vor Kurzem gepflanzt. Sie sind der erste sichtbare Schritt in Richtung Dorfanger. Gestern war Spatenstich.

Rund eineinhalb Jahre hat es gedauert, bis das Projekt Dorfanger nun Früchte trägt. „Wir hatten einen Pfarrerwechsel“, begründet Schrön, der das Projekt federführend begleitet. „Und schließlich braucht man auch Kümmerer.“ Die gibt es jetzt. Die Bäume wurden gesponsert, beispielsweise vom Schlierseer Gartenbauverein. Und das zukünftige Gemüsebeet hat mit Marille Neu eine Pflegerin. Es soll etwa 25 Quadratmeter umfassen und von der Schlierseer Landküche gesponsert sein.

Bürgermeister betont: Dorfanger nicht nur für den Tourismus

Die frühere Gartenbauvereins-Vorsitzende Neu erinnert sich daran, als 1989 die ersten Bäume auf der Wiese gepflanzt wurden, drei Vogelkirschen und Apfelbäume. Von letzteren stehen noch drei, die Kirschen sind alle krank geworden. „Die zu pflanzen, ist bei uns schwierig“, erklärt Neu. Deshalb gibt es jetzt nur noch Apfelbäume – zum Teil Jahrhunderte alte Sorten wie die Goldparmäne. Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU) betont, dass der Dorfanger nicht nur für den Tourismus verwirklicht wird. „Wir wollen den Blick auf das Heimische und Regionale lenken“, sagt er. Zudem solle das, was geerntet wird, auch verwertet werden. Abnehmer werden heimische Wirtshäuser sein.

Pfarrer Hans Sinseder freut sich als Eigentümer der Wiese über den Dorfanger. „Natur passt zur Kirche“, sagt er. Außerdem müsse die Kirche einen Beitrag leisten, um die Schöpfung zu pflegen. „Es darf nicht alles bebaut werden“, betont er. Ein Zaun kommt nicht um den Dorfanger herum. Schrön sagt: „Wenn einer gerne einen Apfel will, dann soll er sich eben einen pflücken.“ In Sachen Tourismus könnte er sich vorstellen, mit den Kindern im Rahmen des Ferienprogramms zum „Apfelbrocken“ zu gehen. Für die Bäume war jetzt die beste Pflanzzeit, das Beet soll im Frühjahr folgen. Dafür wird Gemeindegärtner Reiner Pertl noch heuer den Boden auffräsen.

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